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Integriertes Stadtentwicklungskonzept Güstrow

Die Altstadt von Güstrow mit ihrer mittelalterlichen Struktur ist geprägt durch eine wertvolle Bausubstanz (40% Einzeldenkmale, 40% Gebäude von besonderem städtebaulichem Wert) und seit 1997 Sanierungsgebiet. Im Vergleich zu den anderen Stadtteilen wies sie mit 43,3% allerdings den höchsten Wohnungsleerstand auf. Infolgedessen wurde sie im integrierten Stadtentwicklungsprogramm (ISEK) 2002 als Erhaltungsgebiet mit besonderem Handlungsbedarf eingestuft. Obwohl der Wohnungsleerstand bis zu diesem Zeitpunkt auf 32,5% gesunken war und auch im weiteren Verlauf weiter zurückgegangen ist (aktuelle Leerstandsquote: ca. 18%) wurde auch im Zuge der Fortschreibung des ISEK (2005) diese Einstufung, mit der eine besondere Priorität bei allen Stadtentwicklungsmaßnahmen verbunden ist, aufrecht erhalten. Es wurde ein teilräumliches Konzept für die Altstadt erarbeitet, das derzeit unter dem Leitbild einer neuen, sichtbaren Qualität des Wohnens fortgeschrieben wird.

Die Maßnahmen zur Stabilisierung der Altstadt, die im ISEK festgeschrieben sind, beziehen sich sowohl auf das Stadtzentrum als wirtschaftliches, kulturelles und administratives Zentrum, als auch auf die Innenstadt als Wohnstandort. Da insbesondere im östlichen Teil der Altstadt der Sanierungsbedarf nach wie vor sehr hoch ist, beschloss die Stadt im Jahr 2009 das Fördergebiet Aktive Stadt- und Ortsteilzentren in den Grenzen des ca. 2,5 ha großen Sanierungsgebietes Altstadt sowie ein aus dem ISEK abgeleitetes integriertes Handlungskonzept für das Fördergebiet. Als Ergebnis von quantitativen sozioökonomischen, wohnungswirtschaftlichen und städtebaulichen Analysen sowie qualitativen Interviews wurden unter dem Leitbild "Entwicklung als Wohnstandort mit vielfältigen Wohnungsangeboten" Projekte definiert, die sich in vier Handlungsfelder (Aufwertung des öffentlichen Raums, Instandsetzung und Modernisierung von stadtbildprägenden Gebäuden, Bau- und Ordnungsmaßnahmen, Stadtteilmanagement und Beteiligung) einordnen lassen.

Zentraler Ansatz des ISEK ist eine Bündelung verschiedener Programme auf Gebietsebene, um eine ganzheitliche und nachhaltige Aufwertung zu erreichen. Neben Fördermitteln aus dem Zentrenprogramm werden in der Altstadt auch Finanzhilfen anderer Städtebauförderprogramme sowie kommunale und private Mittel aufeinander abgestimmt und gebündelt eingesetzt.

Inzwischen konnten bereits deutlich sichtbare Erfolge erzielt werden: Die Umgestaltung der Langen Straße hat mit ihren verkehrsberuhigenden Effekten zur Verbesserung der Wohnqualität beigetragen. Insgesamt 14 Gebäude im Fördergebiet konnten privatisiert werden – einige sind bereits saniert worden, bei anderen ist die Sanierung geplant.


Zusatzinformationen

Bundesland

Mecklenburg-Vorpommern


Gemeinde

Barlachstadt Güstrow


Integriertes Stadtentwicklungskonzept

beschlossen 2002; fortgeschrieben 2005


Fördergebiet im Zentrenprogramm

Altstadt


Gebietstypus

Stadtzentrum


Kontaktdaten

Barlachstadt Güstrow
Stadtentwicklungsamt
Abt. Stadtplanung
Frau Anja Schmidt
Baustraße 33
18273 Güstrow
Tel. +49 3843 769434
E-Mail:
anja.schmidt@guestrow.de


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Stand

Dezember 2011

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