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Hamburg - Langenhorn Markt

Schwerpunkte: Öffentlicher Raum / Handel, Handwerk und Dienstleistungen / Mitwirkung und Kooperation / Einsatz von Verfügungsfonds

Zusammenfassung

Das Städtebaufördergebiet Langenhorn Markt ist der gesellschaftliche Mittelpunkt des Stadtteils Langenhorn im Bezirk Hamburg-Nord. Die Funktionsfähigkeit als Stadtteilzentrum war durch einen anhaltenden "Trading-Down-Prozess" gekennzeichnet, welcher durch die Schließung der örtlichen Hertie-Filiale im Jahr 2009 seinen Tiefpunkt erreichte. Ziel der Städtebaufördermaßnahme im Programm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren ist es daher, den öffentlichen Raum aufzuwerten, die Attraktivität und Aufenthaltsqualität des Einzelhandels- und Dienstleistungszentrums zu steigern und die räumlichen Teilbereiche des Gebietes − die vor allem durch die stark befahrene Hauptverkehrsstraße Krohnstieg voneinander getrennt werden − besser miteinander zu vernetzen. Parallel zu den baulichen Maßnahmen wird eine stärkere Kommunikation und Zusammenarbeit der in den Teilräumen des Gebietes ansässigen Einzelhändler und Gewerbetreibenden angestrebt, die im Sinne einer nachhaltigen Verstetigung über den Förderzeitraum hinaus wirken sollen. Mit der Entwicklung der Dachmarke "Langenhorn Mitte – nichts liegt näher!" wurde die Grundlage für ein gemeinsames Standortmarketing geschaffen. Mit regelmäßig stattfindenden Marketingaktionen, zum Teil unterstützt mit Mitteln des Verfügungsfonds, wird das Standortimage und die Außenwirkung der Langenhorner Mitte kontinuierlich gefördert und ausgebaut.

Kontext

Das Fördergebiet ist Kern des im Hamburger Norden gelegenen Stadtteils Langenhorn und ein wichtiges Versorgungszentrum im Bezirk Hamburg-Nord. Das Zentrum litt zu Beginn der Maßnahme an mangelnder Attraktivität der baulichen Ausstattung, der in die Jahre gekommenen Marktinfrastruktur und der modernisierungsbedürftigen Freiraumgestaltung aus den 1960er Jahren. Darüber hinaus waren die Angebote in den Bereichen Gastronomie, Freizeit und Kultur unzureichend. Neben den gestalterischen und funktionellen Defiziten des öffentlichen Raums war die Barrierewirkung durch die Hauptverkehrsstraße Krohnstieg der größte Störfaktor.

Zu den positiven Ausgangsbedingungen für die zukünftige Entwicklung zählen insbesondere die sehr gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV über die U-Bahn Station Langenhorn Markt sowie zahlreiche Buslinien, der attraktive, zweimal pro Woche stattfindende Wochenmarkt, eine hohe Kundenbindung an den Standort sowie das gute Parkplatzangebot (Parkhäuser). Außerdem bietet das Gebiet Raum für eine bauliche Weiterentwicklung, etwa zur Erweiterung vorhandener Einzelhandelsflächen und zur Stärkung der Wohnfunktion. Um auf die bestehenden gestalterischen Defizite und die zunehmende Konkurrenz durch andere Einzelhandelsstandorte zu reagieren, wurde bereits Ende der 1990er Jahre die Passage im bestehenden Einkaufszentrum Langenhorner Markt, das sich in privater Hand befindet, architektonisch ansprechend überdacht und damit die Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit des Ortes deutlich erhöht.

Projektbeschreibung

Reviatlisiertes Kaufhaus am Langenhorner Markt Reviatlisiertes Kaufhaus am Langenhorner MarktReviatlisiertes Kaufhaus am Langenhorner Markt Quelle: Plan und Praxis, Berlin

Ziel zu Beginn der Gesamtmaßnahme bildete die Steigerung der Aufenthaltsqualität der öffentlichen Räume, vor allem des Marktplatzes, der Zugangsbereiche, des Bahnhofsvorplatzes und der traditionellen Geschäftsstraße von Langenhorn − der Tangstedter Landstraße – den Schwerpunkt, um die Identifikation mit dem Zentrum sowie die Wahrnehmbarkeit des Standortes von außen zu verbessern. In einem integrierten Gebietsentwicklungsprozess konnten städtebauliche und funktionale Missstände in Langenhorn Mitte behoben werden.

Anfang 2011 gelang es nach intensiven Absprachen zwischen dem Bezirk Hamburg-Nord und dem Investor, die Immobilie der ehemaligen Hertie-Filiale nach einer grundlegenden Modernisierung als Kaufland-Filiale wieder zu eröffnen und so ein positives Signal für die Entwicklung des gesamten Standortes zu setzen. Eine verbesserte räumliche und funktionale Verknüpfung der unterschiedlichen Teilbereiche trägt zur Wahrnehmung des Stadtteilzentrums als städtebauliche und funktionale Einheit bei.

Der Umbau des öffentlichen Raumes begann Ende 2011 mit der Umgestaltung der Grünfläche "Franz-Röttel-Park". Mit der barrierefreien Neugestaltung der südlichen Tangstedter Landstraße im ersten Bauabschnitt im Bereich des Krohnstiegs wurde 2012 begonnen. Unter finanzieller Beteiligung der Eigentümer wurden neben den öffentlichen Flächen auch die privaten Gehwegbereiche, über die die Geschäfte erreicht werden, erneuert, so dass modern gestaltete und großzügige Fußgängerflächen entstanden sind, die zum Flanieren und Verweilen einladen. 2013 wurde der Langenhorner Marktplatz neu gepflastert, das Zentrum erhielt ein einheitliches Erscheinungsbild. Darüber hinaus wurden die unterirdischen Strom- und Wasserleitungen im Bereich des Marktplatzes erneuert, neue Anschlüsse für die Händler des Wochenmarktes installiert, Anlagen zur Regenwasserrückhaltung eingebaut und ein neues Marktbüro mit einer öffentlichen Toilettenanlage gebaut. Im Frühjahr 2014 wurden Bäume gepflanzt und Bänke aufgestellt.

Der Umbau der neuen Treppen- und Rampenanlage als Zugang vom Krohnstieg zum Langenhorner Marktplatz ermöglicht nun die barrierefreie Erreichbarkeit der öffentlichen Flächen. Der Fußgängertunnel zur Querung des Krohnstiegs wurde mit neuen Oberflächen und einer Beleuchtung aufgewertet und mit historischen Aufnahmen Langenhorns unter Beteiligung der Öffentlichkeit ansprechend gestaltet. Für 2015 sind weitere gestalterische Maßnahmen im Fußgängertunnel geplant. Darüber hinaus wurden zwei Infokästen für kulturelle Veranstaltungen im Stadtteil installiert, die vom benachbarten Langenhorner Bürgerhaus gepflegt und bestückt werden.

Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes sowie der Neubau eines Restaurants mit Außengastronomie erfolgten bis Ende 2014. Die gastronomische Nutzung auf dem Platz soll den Bahnhofsvorplatz zusätzlich beleben und in seiner Funktion als öffentlicher Platz stärken. Ende 2014 wurde mit der letzten öffentlichen Baumaßnahme, der barrierefreien Umgestaltung des zweiten Bauabschnittes in der südlichen Tangstedter Landstraße zwischen Timmweg/Tannweg und der Langenhorner Chaussee begonnen. Wie bereits im ersten Bauabschnitt erfolgt, werden auch hier neben der neuen Pflasterung die Parkplätze neu angeordnet, Fahrradabstellmöglichkeiten geschaffen, Bänke aufgestellt und die Beleuchtungssituation für die Gehwegbereiche verbessert. Bis zum Sommer 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Analog zum ersten Bauabschnitt ist auch hier eine Neupflasterung der privaten Gehwegbereiche unter finanzieller Beteiligung der Grundeigentümer vorgesehen. Mit dem Umbau der südlichen Tangstedter Landstraße wird der Fahrradverkehr von den vormals schmalen Radwegen, die auch zu Konflikten mit den Fußgängern geführt haben, auf die Fahrbahn geführt.

Derzeit entsteht am Standort einer ehemaligen Post ein Neubau mit Seniorenwohnungen. Das Vorhaben trägt zur Stärkung der Wohnfunktion im Stadtteilzentrum bei. Nachdem im Sommer 2014 der Eigentümer des Einkaufszentrums Langenhorner Markt gewechselt hat, steht ab Ende 2015 in einem geplanten Zeitraum von zwei bis drei Jahren eine umfassende Revitalisierung des Einkaufszentrums an.

Im Sommer 2011 wurde das Quartiersmanagement für das Fördergebiet eingesetzt, das als ersten wichtigen Meilenstein das Integrierte Entwicklungskonzept (IEK) Langenhorn Markt erarbeitet hat. Dieses beinhaltet alle Ziele und Maßnahmen des Gebietsentwicklungsprozesses und setzt sie miteinander in Beziehung. Das Quartiersmanagement ist mit einem zentral im Gebiet gelegenen Büro vor Ort präsent. Im Quartiersbüro wird nicht nur über die Stadterneuerungsmaßnahme informiert, sondern es gibt mittlerweile mehrere Mitnutzer aus den Bereichen Mietrecht, Sozialberatung, Beratung von Gewerbetreibenden, Weiterbildung, kulturelle Bildung und Freiwilligenarbeit, so dass das Quartiersbüro an sechs Tagen in der Woche ein wichtiger Anlaufpunkt im Quartier für eine Vielzahl von Langenhorner Akteuren und interessierten Bürgerinnen und Bürgern geworden ist.

Das Quartiersmanagement begleitet die Baumaßnahmen, bietet eine Sprechstunde vor Ort an, betreibt Öffentlichkeitsarbeit (Internetauftritt, Quartierszeitung, Newsletter) und bietet regelmäßig Mitwirkungsmöglichkeiten im öffentlichen Quartiersforum und beim "Runden Tisch der Gewerbetreibenden" an. Mit dem Runden Tisch der Gewerbetreibenden wurde ein regelmäßiger Treffpunkt zum Austausch der ansässigen Geschäftsleute geschaffen. Die Geschäftsleute erarbeiten gemeinsam Ideen und bereiten konkrete Marketingaktionen vor. Auch die neue Dachmarke "Langenhorn Mitte – nichts liegt näher!" wurde vom Runden Tisch zusammen mit einer Werbeagentur entwickelt. Mit verschiedenen Artikeln, wie bedruckten Einkaufstaschen, Postkarten, Buttons, Luftballons oder Kugelschreibern wird die Dachmarke in Langenhorn verbreitet. Wichtiges Instrument zur Aktivierung privaten Engagements ist der Verfügungsfonds. Mit einer zusätzlichen Förderung durch die Hamburger Wirtschaftsbehörde werden die bestehenden Aktivitäten des Städtebaufördergebiets ergänzt, indem ein Einkaufs- und Kulturwegweiser herausgebracht wurde und eine verbindliche Zusammenarbeit der Geschäftsleute am Standort angestrebt wird, die für nachhaltige Strukturen nach Auslaufen der Städtebaufördermittel sorgen soll.

Handlungsfelder 

  • Standortmarketing
  • Städtebauliche und stadtgestalterische Verknüpfung räumlich getrennter Teilbereiche
  • Orientierung, Sicherheit und Mobilität
  • Gestalterische Aufwertung des öffentlichen Raums
  • Signifikante Neubauten
  • Stärkung des Fuß- und Radverkehrs

Einzelmaßnahmen

  • Erstellung eines Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK)
  • Etablierung des Quartiersmanagements
  • Einrichtung des Runden Tisches der Gewerbetreibenden
  • Einrichtung eines Quartiersforums
  • Neugestaltung der Grünanlage Franz-Röttel-Park
  • Neugestaltung Langenhorner Marktplatz und Kaufland-Vorplatz
  • Neubau eines Marktmeisterbüros inklusive öffentlicher Toilette
  • Neubau einer barrierefreien Treppen- und Rampenanlage vom Krohnstieg zum Marktplatz
  • Neue barrierefreie oberirdische Querung des Krohnstiegs
  • Umgestaltung und künstlerische Aufwertung der Fußgängerunterführung unter dem Krohnstieg
  • Umgestaltung des Vorplatzes am U-Bahnhof Langenhorn Markt
  • Gestalterische und funktionale Aufwertung der öffentlichen und der privaten Flächen der Geschäftsstraße Tangstedter Landstraße (anteilig private Maßnahme)
  • Neubau Restaurant am Bahnhofsvorplatz (private Maßnahme)
  • Umsetzung von Maßnahmen aus dem Verfügungsfonds (vor allem Marketingaktionen, Öffentlichkeitsarbeit und kulturelle Events zur Bewerbung des Standortes)
  • Entwicklung, Umsetzung und Bewerbung der Dachmarke "Langenhorn Mitte – nichts liegt näher!" und Verbreitung und Bewerbung der Dachmarke durch verschiedene Produkte
  • Planung und Umsetzung konkreter Marketingmaßnahmen
  • Planung und Umsetzung öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen, darunter Mitmachbaustelle
  • Neubau Seniorenwohnanlage auf der Baulücke des ehemaligen Poststandortes (private Maßnahme, Fertigstellung Ende 2015)
  • Erneuerung Einkaufszentrum Langenhorner Markt (private Maßnahme, geplant ab Ende 2015)

Finanzierung

  • Bund-Länder-Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren"
  • Zuwendung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) zur Herausgabe eines Einkaufs- und Kulturwegweisers und zur Initiierung einer Dachorganisation der Gewerbetreibenden

Projektumsetzung

Tabelle: Projektumsetzung
JahrUmsetzungsschritt
2008Start des Gutachter- und Beteiligungsverfahrens "Zukunft Langenhorner Markt" (Fertigstellung Sommer 2009)
2010Aufnahme in das Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" / Verkehrs- und Freiraumplanung für verschiedene Teilquartiere / Parkpflegearbeiten am Dorfteich und Franz-Röttel-Park / Fortsetzung der Beteiligungsveranstaltungen vor Ort / Beginn von Umbaumaßnahmen am ehemaligen Hertie-Komplex (private Maßnahme) / EU-weite Ausschreibung des Quartiersmanagements
2011Erstellung des integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK) / Eröffnung der Kaufland-Filiale im umgebauten Hertie-Kaufhaus / Erste bauliche Maßnahmen im öffentlichen Raum : u.a. Umgestaltung des Franz-Röttel-Parks / Implementierung des Quartiersmanagements / Einrichtung der Beteiligungs- und Kommunikationsstrukturen / Öffentlichkeitsarbeit
2012Eröffnung des Quartiersbüros / Fertigstellung Franz-Röttel-Park / Einrichtung des Verfügungsfonds / Neugestaltung der Tangstedter Landstraße (nördlicher Teil) / Umgestaltung des Timmwegs / Regelmäßige Sitzungen des Quartiersforums und des Runden Tisches der Gewerbetreibenden / Regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit (Stadtteilzeitung, Newsletter, Quartierswebsite) / Erste Marketingaktionen
2013Betrieb des Quartiersbüros / Neugestaltung des Langenhorner Marktplatzes und der Treppen- und Rampenanlage mit integriertem Marktbüro / Umgestaltung Fußgängertunnel / Neugestaltung der öffentlich genutzten privaten Gehwegflächen in der Tangstedter Landstraße (nördlicher Teil) / Entwicklung einer Dachmarke "Langenhorn Mitte – nichts liegt näher" für den Standort in Zusammenarbeit mit den Gewerbetreibenden / Fortführung der Gremien- und der Öffentlichkeitsarbeit / Fortführung und Ausweitung der Marketingaktionen
2014Betrieb des Quartiersbüros / Fertigstellung des Marktplatzes und der Treppen- und Rampenanlage mit integriertem Marktbüro / Umgestaltung Bahnhofsvorplatz und Neubau Gewerbezeile mit Außengastronomie / Umgestaltung der Tangstedter Landstraße (südlicher Teil) / Fortführung der Gremien- und der Öffentlichkeitsarbeit / Veröffentlichung und Verbreitung der Dachmarke "Langenhorn Mitte – nichts liegt näher!" / Fortführung und Erweiterung der Marketingaktionen / Gestaltung des Fußgängertunnels mit historischen Bildern
2015geplant: Fertigstellung der Tangstedter Landstraße (südlicher Teil) / Fortführung der Gremien- und der Öffentlichkeitsarbeit / Einrichtung eines Wegeleitsystems / Abschlussveranstaltung / Schließung des Quartiersbüros zum Ende des Förderzeitraumes / Einrichtung einer Dachorganisation zur Verstetigung der Arbeit des Runden Tisches


Besonderheiten

Der Beteiligung der Öffentlichkeit wird eine große Bedeutung beigemessen. In mehreren Phasen wurden in 2008 - 2009 in öffentlichen Planungswerkstätten mit Unterstützung von Anwohnern, lokalen Akteuren sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung Anregungen formuliert und in die Standortuntersuchung und Konzepterstellung aufgenommen. Darüber hinaus konnten in einem für die Planungsphase eingerichteten Internetportal Meinungen geäußert und Hinweise gegeben werden.

Auf der Basis des im Gutachten- und Beteiligungsverfahren "Zukunft Langenhorner Markt" ermittelten Maßnahmenkonzeptes wurden ab 2010 konkrete Planungsvorentwürfe mit externen Planungsbüros entwickelt. Diese Vorplanungen wurden wiederum öffentlich vorgestellt und diskutiert. Zudem wurden in dieser Planungsphase wichtige Akteure − beispielsweise der Seniorenbeirat und der Verband der Blinden und Sehbehinderten − sowie die Hamburger Hochbahn AG und die Polizei im Rahmen der städtebaulichen Kriminalprävention in die Planung eingebunden.

In der Umsetzungsphase wird die Einbindung der Öffentlichkeit weiterhin durch die regelmäßig stattfindenden Gremien Quartiersforum und Runder Tisch der Gewerbetreibenden, durch projektbezogene Mitmachaktionen, durch die Präsenzzeiten im Vor-Ort-Büro sowie durch eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit gewährleistet. Darüber hinaus wurden beispielsweise die historischen Motive zur Gestaltung des Fußgängertunnels von den Bürgerinnen und Bürger ausgewählt.

Lernerfahrungen

Gemeinsame Dachmarke für den Standort Gemeinsame Dachmarke für den StandortGemeinsame Dachmarke für den Standort Quelle: steg, Hamburg / Die Creativen

Die Umsetzung des Handlungskonzeptes für das Stadtteilzentrum knüpft nahtlos an die bereits zuvor durchgeführten Beteiligungsprozesse an. Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie ein typisches Stadtteilzentrum aus den 1960er Jahren mit seinen strukturellen Nachteilen durch kontinuierliche, koordinierte Planung und Umsetzung von Aufwertungsmaßnahmen in seiner Attraktivität gesteigert und an die veränderten Rahmenbedingungen und Nutzungsanforderungen eines modernen Einzelhandels- und Dienstleistungszentrums angepasst werden kann. Nicht immer konfliktfrei, aber stets transparent kommuniziert gestaltete sich dabei in diesem komplexen Planungsprozess die Abwägung punktueller Einzelinteressen, technischer Erfordernisse und den notwendigen gestalterischen Standards.

Die Umsetzung von Marketingaktionen für den gesamten Standort unter der Dachmarke "Langenhorn Mitte – nichts liegt näher!" zeigt bereits Erfolge, die Etablierung einer Dachmarke benötigt jedoch erfahrungsgemäß viele Jahre. Und es wird deutlich, dass die ansässigen Geschäftsleute zum einen kontinuierlich für eine gemeinsame Bewerbung ihres Standortes aktiviert werden müssen und zum anderen die "Entlassung" in die eigenständige Selbstorganisation behutsam vorbereitet werden muss. In diesem Zusammenhang spielen insbesondere die seit Anfang 2014 laufenden Bemühungen zur Einrichtung einer Dachorganisation der Einzelhändler eine zentrale Rolle, mit deren Hilfe die Arbeit des Runden Tisches der Gewerbetreibenden über das Ende der Förderperiode Ende 2015 hinaus verstetigt werden soll.

Zusatzinformationen

Bundesland

Hamburg


Gemeinde

Hamburg (Bezirk Hamburg-Nord)


Programmbereich

Aktive Stadt- und Ortsteilzentren


Projektbeginn

2010: Aufnahme in das Programm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren


Projektende

2015


Größe des Gebietes

14,6 ha


Volumen der Städtebaufördermittel

bewilligte Bundesfinanzhilfen bis einschließlich 2014: 1,82 Mio. Euro


Gebietstypus

Stadtteilzentrum



Kontaktdaten

Bezirksamt Hamburg-Nord
Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung
Frau Daniela Schmidt
Kümmellstraße 6
20249 Hamburg
Tel.: +49 40 428046041
E-Mail: Daniela.Schmidt@hamburg-nord.hamburg.de


Quartiersmanagement
steg Hamburg mbH mit BBE Handelsberatung
Frau Julia Dettmer
Quartiersbüro Langenhorner Markt 5a
22415 Hamburg
Tel.: +49 40 43139346
E-Mail: langenhorn@steg-hamburg.de



Link / weitere Informationen

Quartiersmanagement Langenhorner Markt

Abschlussbroschüre Langenhorn Markt

Informationen der Freien und Hansestadt Hamburg

Stand

März 2015

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