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Mitwirkung und Kooperation

Die Stärkung der innerstädtischen Kernbereiche und Ortsteilzentren setzt eine Verständigung über Schwerpunkte und konkret zu realisierende Maßnahmen voraus. Dabei stellt die Vielfalt der Akteurs- und Nutzergruppen in der Innenstadt ein großes Potenzial für qualitativ anspruchsvolle Gestaltungsprozesse dar. Bewohner, Bürger, Eigentümer, Gewerbetreibende, Gastronomen, Wohnungsunternehmen, Kulturtreibende, Träger von Infrastruktureinrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Akteure wie Vereine oder Initiativen sollen als Partner der Zentrenentwicklung möglichst frühzeitig und intensiv eingebunden werden. Damit können das Engagement der Akteure gestärkt, Kooperationen initiiert und Maßnahmen gemeinschaftlich umgesetzt werden.

Positive Effekte sind vor allem dann zu erzielen, wenn möglichst viele Akteure gemeinsam an einem Strang ziehen und miteinander kooperieren. Dabei gilt es, die unterschiedlichen – möglicherweise auch konträren – Interessen der einzelnen Akteure möglichst konsensual zu verknüpfen. Auch spielt die Zusammenarbeit zwischen privaten Investoren und öffentlichen Institutionen eine wichtige Rolle.

Die Potenziale, die sich aus einer engeren Zusammenarbeit ergeben können, lassen sich bei Maßnahmen zur Gestaltung und Pflege öffentlicher Räume veranschaulichen. Wenn es hier gelingt, das Vorgehen öffentlicher und privater Akteure aufeinander abzustimmen, können grundlegende Verbesserungen der Situation erzielt werden, die durch ein punktuelles Handeln Einzelner nicht erreicht werden könnten. So können Maßnahmen realisiert werden, die unabhängig von den Eigentumsverhältnissen den gesamten öffentlichen Raum in einem Gebiet betreffen. Eine bewährte Möglichkeit für die akteursorientierte Zentrenentwicklung stellen die unterschiedlichen Formen von Standortinitiativen dar. Hierzu zählen Immobilien- und Standortgemeinschaften, Einzelhandelsinitiativen und Business Improvement Districts (BID). Auch die Zusammenarbeit mit Genossenschaften, kirchlichen und sozialen und weiteren Trägern kann die gemeinschaftlich getragene Zentrenentwicklung stärken. Kooperationen mit privaten Akteuren können Synergieeffekte zu den Maßnahmen des Zentrenprogramms erzielen. Zusätzlich kann das Instrument des Verfügungsfonds dazu dienen, privates Engagement und private Finanzressourcen für die Zentrenentwicklung zu aktivieren. Ein aktivierendes Management der Zentrenentwicklung kann einen wichtigen Beitrag leisten, um Interessen zu bündeln, Akteure zu vernetzen sowie Projekte zu initiieren und umzusetzen. Das Management kann bei der Verwaltung angesiedelt sein oder extern beauftragt werden.

Durch eine Kooperation und Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger sowie der lokalen Akteure wird ein Beitrag zur aktiven Teilhabe an der Stadtentwicklung geleistet. Damit wird eine transparente und flexible Beteiligungs- und Anerkennungskultur befördert, die die aktive Berücksichtigung unterschiedlicher Interessenlagen ermöglicht.

Herausforderungen

  • Breites Akteursspektrum in die Aktivitäten zur Stärkung der Zentren einbeziehen
  • Zielgruppenspezifische Informations- und Beteiligungsansätze entwickeln und umsetzen
  • Persönliches und finanzielles Engagement der Stadtgesellschaft initiieren und in den Zentrenentwicklungsprozess einbinden
  • Gemeinsames Handeln von öffentlichen und privaten Akteuren befördern
  • Bewohner, Bürgerinnen und Bürger in die Zentrenentwicklung einbeziehen

Weiterführende Informationen zum Verfügungsfonds und zum Management der Zentrenentwicklung

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