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Stadtkern Rennerod

Schwerpunkte: Innenentwicklung, Infrastruktur/ Daseinsvorsorge

Zusammenfassung

Die Stadt Rennerod ist Verwaltungszentrum der gleichnamigen Verbandsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. In dem Grundzentrum leben 3.817 Einwohner (Stand: 2012). Die Verbandsgemeinde will die Stadt Rennerod als Versorgungszentrum stärken und dort eine attraktive Stadtmitte schaffen. Seit der Aufnahme in das Programm "Kleinere Städte und Gemeinden" im Jahr 2010 fördert die Stadt Maßnahmen zur Neugestaltung und Stabilisierung des Stadtkerns von Rennerod.

Im Mittelpunkt steht dabei die Neugestaltung des Hubertusplatzes mit dem Neubau des Pfarrheims als neues Zentrum für die Stadt und die Verbandsgemeinde. Zudem werden im Rahmen der Maßnahme weitere öffentliche Räume neu gestaltet und private Modernisierungsmaßnahmen unterstützt.

Kontext

Als Grundzentrum ist die Stadt Rennerod für die Grundversorgung der Nachbargemeinden von besonderer Bedeutung. Dort konzentrieren sich die meisten Einrichtungen der Daseinsvorsorge für die Verbandsgemeinde. Die Bevölkerungsentwicklung des Grundzentrums weist in den letzten Jahren einen leichten negativen Trend auf (-2,5%) gegenüber dem tendenziellen Bevölkerungsanstieg der Region. Die Bundesstraße B 54 führt durch das Stadtzentrum Rennerod, und stellt eine Barriere und einen Bruch des städtebaulichen Gesamtbildes der Stadt dar. Hieraus ergibt sich ein Handlungsbedarf, um den Innenstadtbereich zu einer für Bewohner und Besucher erlebbaren Ortsmitte zu entwickeln. Weiterhin erwächst durch die zentralörtliche Funktion Rennerods eine überörtliche Bedeutung für die Daseinsvorsorge für die umliegenden Ortsteile. Dies hat ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und eine erhöhte Stellplatznachfrage zur Folge, dem insbesondere in den Versorgungsbereichen der Innenstadt Rennerods nur teilweise Rechnung getragen werden kann.

Projektbeschreibung

Für die Stadt Rennerod ist die Schaffung eines attraktiven Ortsmittelpunktes mit Aufenthaltsqualität die Kernmaßnahme innerhalb der Gesamtmaßnahme. Bereits vor 18 Jahren begann die Vorbereitung zur Entwicklung des Hubertusplatzes zu einem für die Bevölkerung nutzbaren Stadtplatzes. Nach dem Erwerb von Grundstücken wurden darauf befindliche Gebäude abgerissen. Mit der Aufnahme in das Förderprogramm bot sich die Möglichkeit, die Umgestaltung des Platzes fortzuführen.

2013 wurde die Erstellung eines überörtlich integrierten Entwicklungskonzeptes abgeschlossen, das die Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft umfasst. Der Maßnahmenkatalog baut auf eine bereits im Jahr 2005 begonnene Sanierungsmaßnahme auf, die gegenwärtig abgeschlossen wird.

Zentraler Handlungsansatz ist in Rennerod die langfristige Sicherung und Stärkung der Daseinsvorsorge und der Versorgungsfunktion des Grundzentrums für die Bewohner der Stadt Rennerod und der verbandsangehörigen Ortsgemeinden. Dieser Handlungsansatz soll durch die Schaffung einer attraktiven und stadträumlich erkennbaren Stadtmitte in Rennrod realisiert werden. Im Mittelpunkt steht dabei die städtebauliche Ordnung des Bereiches um die Hubertuskirche mit dem Bau des neuen Pfarrheims auf dem Hubertusplatz sowie der Neuanlage und Gestaltung des öffentlichen Raumes mit Wasser-, Aufenthalts- und Spielflächen. Dadurch wird nicht nur der Stadtraum attraktiver für Bewohner und Gäste der Stadt gestaltet, sondern auch eine neue zentrumsnahe Versammlungs- und Veranstaltungsfläche mit entsprechenden Räumlichkeiten geschaffen. Der Hubertusplatz und das Pfarrhaus wurden im Sommer 2012 feierlich eingeweiht.

Ergänzend dazu werden im Umfeld des neu geschaffenen Stadtzentrums öffentliche und private Gebäude teilweise oder ganz modernisiert und instandgesetzt. Eine wichtige Maßnahme ist die vorgesehene denkmalgerechte Sanierung und Umnutzung einer alten Schmiede am Hubertusplatz zu einer Museumsschmiede. Auf der Fläche des ehemaligen Pfarrhauses in der Nachbarschaft des neuen Hubertusplatzes entsteht derzeit ein neuer Parkplatz im Zentrum der Stadt.

Handlungsfelder 

  • Innenentwicklung / Flächenmanagement
  • Integriertes Entwicklungskonzept
  • Infrastrukturanpassung
  • Daseinsvorsorge mit Schwerpunkt auf

    • Kultur / Freizeit
    • Nahversorgung
  • Öffentlicher Raum

Einzelmaßnahmen

  • Gestaltung des Hubertusplatzes
  • Neubau Pfarrheim auf dem Hubertusplatz
  • Herstellung PKW-Parkplatz auf dem Gelände des alten Pfarrheims
  • Umbau von Verkehrsflächen
  • Umbau der Schmiede am Hubertusplatz zur Museumsschmiede
  • Unterstützung privater Modernisierungsmaßnahmen

Finanzierung

  • Bund-Länder-Programm "Kleinere Städte und Gemeinden"

Projektumsetzung

Tabelle: Projektumsetzung
JahrUmsetzungsschritt
2010Aufnahme in das Programm
2012Abschluss der Neugestaltung des Hubertusplatzes
2013Erstellung des überörtlichen integrierten Entwicklungskonzeptes


Besonderheiten

In Kooperation mit dem Bistum Limburg wurde auf dem Hubertusplatz ein neues Pfarrhaus errichtet, das gleichzeitig Veranstaltungsort der Gemeinde ist und eine öffentliche Toilette bereit hält. Der Neubau wurde im Rahmen eines studentischen Wettbewerbes entworfen.

Aufgrund der umfangreichen Neustrukturierung des Innenstadtbereiches in Rennerod nahm der Aufkauf von Grundstücken sowie der Abriss und die Neuordnung (z.B. Feuerwehrgerätehaus auf dem Hubertusplatz) großen Raum ein. Die Kommune hat mehrere Grundstücke aufgekauft und in öffentliche Bereiche umgewandelt, die die Stadt für alle Bewohner und Gäste attraktiver werden lassen.

Lernerfahrungen

Durch eine langfristig angelegte Stadtentwicklungspolitik und eine beharrliche Liegenschaftspolitik konnten die Ziele der Stadtentwicklung zur Neuordnung des Hubertusplatzes realisiert werden, was für eine Stadt wie Rennerod eine erhebliche organisatorische, aber vor allem finanzielle Herausforderung darstellte.

Zusatzinformationen

Bundesland

Rheinland-Pfalz


Gemeinden

Verbandsgemeinde Rennerod, Stadt Rennerod


Programmbereich

Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke


Projektbeginn

2010 Aufnahme in das Programm


Volumen der Städtebaufördermittel

bewilligte Bundesmittel bis einschließlich 2013: 797.400 Euro


Siedlungsstruktureller Typ

städtischer Kreis


Kontaktdaten

Verbandsgemeinde  Rennerod
Herr Markus Schmiedl
Abteilungsleiter Bauabteilung
Hauptstraße 55
56477 Rennerod
Tel.: +49 (0)2664 5067-40
E-Mail: markus.schmiedl@rennerod.rlp.de


DSK Deutsche Stadt- und Grundstückentwicklungsgesellschaft mbH
Regionalbüro Mainz
Herr Johannes Schneider
Hindenburgstraße 32
55118 Mainz
Tel.: +49 (0)6131 9611832
E-Mail: johannes.schneider@dsk-gmbh.de


Link / weitere Informationen

Internetauftritt der Verbandsgemeinde Rennerod

Stand

November 2013

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