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Diemelstadt | Ortsteil Rhoden

Maßnahmenschwerpunkte: Sanierung und Umbau der Stadthalle | Private Sanierungsmaßnahmen | Schlossplatz und Burggraben | Landstraße

Zusammenfassung

Schon um 850 entstand die erste Siedlung von Alt-Rhoden, deren Verlagerung an den heutigen Standort von Diemelstadt-Rhoden (ca. 1.900 Einwohner, Stand: 31.12.2015) im 13. Jahrhundert stattfand. Der Stadtteil Rhoden wird städtebaulich durch das auf dem Burgberg im 17. Jahrhundert errichtete frühbarocke Schloss mit ehemaligem Lustgarten dominiert. Zwischen 1228 und 1230 wurde auf dem Hagenberg eine Burg zum Schutz des Ortes errichtet. Zu diesem Zeitpunkt wurde Rhoden zum Zentrum des nördlichen Gebietes der Grafschaft Waldeck. Heute steht der Ortskern Rhoden als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Die Auswirkungen der seit Jahren rückläufigen Bevölkerungsentwicklung ist eine besondere Herausforderung für den Erhalt der denkmalgeschützten Fachwerkhäuser. Die fehlende Nachfrage führt zu Leerstand und einer zunehmenden Sanierungsbedürftigkeit zahlreicher Objekte. Dies betrifft vor allem die Gebäude im westlichen Teil des Programmgebietes, wo eine kleinteilige Parzellierung und kaum Freiflächen zur Verfügung stehen. In der östlichen Altstadt zeichnet sich eine günstigere Situation ab, da die größeren Grundstücke mit den Grünflächen gut nachgefragt werden.

Vor diesem Hintergrund wurden bereits im Jahr 2004 städtebauliche Untersuchungen für den historischen Ortskern Diemelstadt-Rhoden durchgeführt. Das Papier Vorbereitende Untersuchung und Rahmenplan im Jahr 2009 erweiterte und ergänzte die Analyse und formulierte die wesentlichen Voraussetzungen für die Umsetzung von Maßnahmen aus Städtebaufördermitteln des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz. Im Juni 2014 wurde die Ergänzung der Vorbereitenden Untersuchung durch das Integrierte Entwicklungskonzept für das Sanierungsgebiet "historischer Ortskern" Diemelstadt-Rhoden vorgelegt. Die wesentlichen Handlungsanforderungen liegen in der Erhaltung der historischen Struktur, in der Sanierung und Modernisierung der Fachwerkhäuser sowie der Beseitigung des Gebäudeleerstands. Dabei wird besonderer Wert auf den Erhalt der historischen Bausubstanz, vorrangig unter Verwendung regionaltypischer Materialien und Baustoffe, gelegt. Neben der Weiterqualifizierung des öffentlichen Freiraums und der Neugestaltung der Hauptstraße als weitere Maßnahmenschwerpunkte, trägt das bürgerschaftliche Engagement wesentlich zur Aufwertung der historischen Altstadt bei.

Kontext

Seit dem Jahr 1970 ist Rhoden der Verwaltungssitz der Diemelstadt. Die Geschichte dieses Stadtteils geht – in Verbindung mit Schloss Rhoden – bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die Siedlung Alt-Rhoden entstand schon viel früher, um 850. Das im 17. Jahrhundert auf dem Burgberg errichtete massive Steinschloss, das auf den Grundstrukturen der 1664 dort platzierten Burg errichtet wurde, sowie die sich am zentralen Platz befindende Stadtkirche sind dominierende städtebauliche Elemente. Die historische Straßen- und Parzellenstruktur ist bis zum heutigem Tag weitgehend erhalten aber nicht mehr überall (z.B. Landstraße, Neustadt) ablesbar. Die Haupterschließung des Ortes bildet die in Nord-Süd Richtung verlaufende Landstraße, mit Läden und Dienstleistungseinrichtungen. Bei der Grünfläche Denkmalplatz handelt es sich um ein wichtiges Bindeglied zwischen Altstadt und "Oberstadt", wo sich Schloss, Kirche und Rathaus befinden. Von der Landstraße zweigt hier die Lange Straße ab, an der sich Rathaus und Kirche befinden. Auf Höhe des Kirchplatzes führt ein weiterer Abzweig über den Schlossplatz zum Schloss. Kirchplatz und Schlossplatz zählen zu den wichtigsten Freiräumen in der Stadtstruktur.

Historische Baustruktur in Diemelstadt-Rhoden Historische Baustruktur in Diemelstadt-RhodenHistorische Baustruktur in Diemelstadt-Rhoden Quelle: Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz

Rhodens westliche Altstadt, gelegen in Hanglagen unterhalb des Schlosses, ist von Fachwerkhäusern – 1540 hatte der erste große Stadtbrand fast die gesamte mittelalterliche Stadt vernichtet –, einer kleinteiligen Parzellenstruktur und geschlossener Straßenrandbebauung geprägt. Hingegen finden sich im östlichen Teil der Altstadt sowie im Bereich der Landstraße selbst überwiegend offene Bebauungsstrukturen, die sich nach der dritten großen Brandkatastrophe im Jahr 1873 herausgebildet haben. Die Architektur des Ortskerns von Rhoden besteht aus Varianten der sogenannten diemelsächsischen Vierständerhäusern. Diese Art von Fachwerkhäusern ist in vielen Städten im übrigen Landkreis Kassel zu finden. Die meisten Häuser stammen aus der Zeit nach dem großen Stadtbrand im Jahr 1735.

Das Sanierungsgebiet "Historischer Ortskern" wurde im Jahr 2009 von der Stadtverordnetenversammlung förmlich beschlossen und schließt den Bereich rund um die Landstraße und die daran angrenzenden Flächen und Siedlungsgebiete mit ein. Der ständige Rückgang der Bewohnerzahl in Diemelstadt beeinflusst das Stadtbild deutlich. So sind funktionale städtebauliche Auswirkungen, wie der zunehmende Leerstand von den meist denkmalgeschützten Fachwerkhäusern und von Ladeneinheiten, zu beobachten. Besonders betroffen von der fehlenden Nachfrage sind die Grundstücke in der westlichen Altstadt, insbesondere wegen ihrer kleinteiligen Parzellierung und mangelnder Freiflächen. Attraktives Bauland ist in den nebenliegenden Ortsteilen vorhanden, dessen Aktivierung den Leerstand im Stadtkern verstärkt.

Handlungsstrategie

Bei der Sanierungsmaßnahme im Rahmen der Programmumsetzung Städtebaulicher Denkmalschutz stehen der Erhalt und die Stärkung der historischen Stadtstruktur im Vordergrund. Die Neuordnung von Grundstücken, die Sanierung von Gebäuden und Erschließungsmaßnahmen zielen darauf ab, neue attraktive Angebote zu schaffen, die potenzielle Bewohner anziehen. Durch einzelne Abrissmaßnahmen von Gebäudebeständen, deren Sanierung unwirtschaftlich war, sollen aus ungenutzten Flächen neue Freiräume in der Stadt entstehen.

Das Hauptziel ist die Reduzierung des Gebäudeleerstandes durch die Aufwertung der baulichen und städtebaulichen Qualitäten von Wohnen, Arbeiten und der Grundversorgung, sowie die allgemeine Verbesserung der Lebensqualität. Diese Ziele sollen durch die Entwicklung eines attraktiven innerstädtischen Umfeldes, der Neuordnung von ungenutzten Grundstücken und Flächen sowie dem Erhalt und der Stärkung der Sektoren Einzelhandel und Dienstleistung erreicht werden. Zudem werden Maßnahmen zur Entwicklung des Wohnens, zur Verbesserung der Verkehrserschließung und der Fuß- und Radwegeverbindungen sowie zur Neugestaltung von Freiraum- und Grünstrukturen zu einer weiteren Aufwertung führen.

Handlungsfelder            

  • Sicherung und Nutzung der historischen Bausubstanz
  • Modernisierung und Instandsetzung der historischen Gebäude
  • Umnutzung bzw. Wiedernutzung leerstehender Gebäude
  • Aufwertung der öffentlichen Freiflächen zur Verbesserung der Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten
  • Erhalt und Bewahrung der historischen Stadtstruktur und der denkmalpflegerisch und städtebaulich prägenden Baustruktur
  • Neuordnung von freiwerdenden Grundstücken zur Innen- und Freiflächenentwicklung
  • Erhalt und Aufwertung der bestehenden Gemeinbedarfseinrichtungen sowie Ansiedlung von neuen Grundversorgungseinrichtungen
  • Beseitigung von Gebäudeleerständen

Einzelmaßnahmen        

  • Sanierung und Umbau der Stadthalle

    Stadthalle nach der Renovierung Stadthalle nach der RenovierungStadthalle nach der Renovierung Quelle: Susanne Engelns, NH ProjektStadt

    Im Ortsteil Rhoden wurde eine Vielzahl von Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten, sowohl von privaten als auch öffentlichen Objekten, erfolgreich umgesetzt. Eines der großen Vorhaben war die Sanierung und der Umbau der Stadthalle, die eine wichtige Gemeinbedarfseinrichtung darstellt. Die Arbeiten wurden in drei Bauabschnitte unterteilt. Während des ersten Bauabschnittes wurden die früheren Anbauten rückgebaut, der Küchentrakt saniert und der neue Anbau im Jahr 2011 fertig gestellt. Daraufhin erfolgte die Sanierung des historischen Hallenteils. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurde unter anderem der Bühnen- und Thekenbereich erneuert und der Dachboden saniert. Die Sanierungsmaßnahmen wurden im Jahr 2014 fertig gestellt. In 2015 wurde durch den Rückbau des Bauhofs und des Objektes Kuhweg 22 eine Aufwertung des Umfelds der Stadthalle erzielt.
  • Private Sanierungsmaßnahmen
    Seit dem Jahr 2009 wurden mit Hilfe der Fördermittel des Städtebaulichen Denkmalschutzes 28 private Gebäude (13 Gebäude, z.T. aber auch abschließende Bauabschnitte oder Teilsanierungen) modernisiert oder teilmodernisiert. 2013 erhielt die Sanierung eines Fachwerkhauses den Denkmalschutz-Hauptpreis des Landeskreises Waldeck-Falkenberg 2013. Das jahrelang leer stehende und in Teilen stark sanierungsbedürftige Gebäude aus dem Jahr 1842 wurde von einer jungen Familie erworben, die es behutsam unter Anwendung moderner Technik und mithilfe historischer Baustoffe sanierte. So wurde sowohl der historische Charakter des Gebäudes – die alten, originalen Holzfenster wurden renoviert und wieder eingesetzt – als auch die ursprüngliche Fachwerkkonstruktion (vormals überputzt) wieder hergestellt.
  • Schlossplatz und Burggraben
    Der Schlossplatz und der Burggraben sind als öffentliche Freiflächen im historischen Ortskern von besonderer Bedeutung und wurden im Rahmen der Schlosssanierung neu gestaltet. Im Jahr 2011 wurden die drei baufälligen Objekte im Burggraben 2, 4, 4a und 6 abgerissen. Ebenso wurde das baufällige Fachwerkhaus in der Lange Straße 21 abgetragen. Dadurch wurde der Blick auf das Schloss von der Lange Straße geöffnet, eine Durchwegung und zusätzliche private Grünflächen für die nebenstehenden Häuser geschaffen. Für die Neugestaltung des Schlossplatzes wurde ein beschränkter Wettbewerb ausgeschrieben, den das Büro Bierbaum.Aichele landschaftsarchitekten gewonnen hat.

    Der Platz bietet heute eine offene Wiesenfläche, mit einzelnen, locker angeordneten Baumpflanzungen (Obstbäume). Zudem wurde der sich zum Schloss hin öffnende Platz mit dem Kirchplatz verbunden. Der Asphaltbelag wurde zurückgebaut und die Wege mit ortstypischem Natursteinpflaster in traditioneller Bauweise gestaltet. An der Stelle der ehemaligen Bebauung entsteht eine kleine Terrasse und ein grüner Hang zur darunter liegenden Bebauung. Der Schlossplatz erhielt neben verbesserten Aufenthaltsqualitäten auch seinen repräsentativen Charakter zurück. Im Bereich des Burggrabens sollen die funktionalen und gestalterischen Mängel durch die Umsetzung des dritten Bauabschnitts in 2017 beseitigt werden. Durch die Umsetzung der für den Schlossplatz während des Wettbewerbs entwickelten Ideen konnte eine breite Wegebeziehung zwischen dem Kirch- und Schlossplatz geschaffen, der Eingang zum Schloss geöffnet und die Stadtstruktur besser lesbar gemacht werden.

  • Landstraße
    Ein wichtiges Vorhaben stellt die Stärkung der Landstraße dar, die ursprünglich als Handels-, Dienst- und Ladenstraße in Rhoden eine zentrale Rolle innehatte. Derzeit konkurrieren die inhabergeführten Geschäfte im Zentrum und die Filialisten am Rande des Stadtteils. Diese Wettbewerbssituation hat neben der fehlenden Nachfrage zu Leerstand der Geschäfte in der Landstraße geführt. Um die historischen Straßenstrukturen wieder aufzunehmen und das Stadtbild der Haupthandelsstraße aufzuwerten, soll die derzeit überdimensionierte Straße (Fahrbahn 7,6 Meter breit) rückgebaut und umgestaltet werden. Auf diese Weise soll ein ortsangepasster Straßenausbau geschaffen werden. Die Aufwertung der orts-prägenden Landstraße ist zur Verbesserung des öffentlichen Raumes von besonderer Bedeutung. Dies soll unter anderem durch gestalterische Maßnahmen erreicht werden, die eine klare Ablesbarkeit der privaten Hausvorbereiche ermöglichen. In Abstimmung mit den Eigentümern sollen individuelle Lösungen, wie die Anlage von Vorgärten oder gepflasterten Flächen mit punktueller Bepflanzung, Neugestaltung der Geh- und Radwege geschaffen werden. Weiterhin soll eine Anbindung an den übergeordneten Radweg, der bisher um den Ortskern herumgeführt wird, bei der Neuplanung berücksichtigt werden. Ebenso ist der barrierefreie Ausbau der Bushaltepunkte Teil der geplanten Maßnahme.

Finanzierung

  • ggf. GVFG – Landstraße

Meilensteine der Gebietsentwicklung

Tabelle: Meilensteine der Gebietsentwicklung
JahrUmsetzungsschritt
06/2001Aufnahme-Antrag von Diemelstadt-Rhoden in das Programm Einfache Stadterneuerung
03/2004Aufnahme in das Programm Einfache Stadterneuerung 2004; Beginn der Vorbereitenden Untersuchungen
2003/2004Städtebauliche Untersuchung und Rahmenplanung zur Einfachen Stadterneuerung
03/2004Programmantrag 2004
10/2004Programmantrag 2005
09/2006Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung zum Wechsel vom Landesprogramm Einfache Stadterneuerung in die Sanierung
11/2006Antrag auf Wechsel in die Sanierung
11/2007Schreiben des Ministeriums zur Aufnahme in die Stadtsanierung
02/2008Einleitung des Sanierungsverfahrens durch Vorbereitende Untersuchungen für die Programmaufnahme in das Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz
02/2009Satzungsbeschluss zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes "Historischer Ortskern" Diemelstadt-Rhoden
06/2009Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung zum Wechsel aus dem Programm Stadtsanierung in das Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz
06/2014Beschluss des integrierten Entwicklungskonzeptes

Besonderheiten

Diemelstadt-Rhoden ist eine kleine Ortschaft mit langer Tradition. Die Bewohner engagieren sich nicht nur in ihrem direkten Wohnumfeld, sondern auch in der Aufwertung öffentlicher Plätze und Straßen, was zur Erhöhung ihrer Wohnqualität beiträgt. Das starke Identitätsgefühl der Bewohner findet sich im Stadtbild in gepflegten Straßen, bepflanzten Vorgärten und den berühmten Schattenbilderlaternen der Altstadt wieder.

Die Bilder für die Laternen entwarf der Künstler Albert Völkl. Sie beziehen sich auf die Geschichte, historische Berufe und den einstigen Lebensalltag in Diemelstadt. Es werden spezielle Stadtrundgänge organisiert, bei denen man die beleuchteten Laternen bewundern und sich gleichzeitig über die Geschichte informieren kann. Zudem tragen die in Diemelstadt-Rhoden wohnhaften Künstler zur Verschönerung sowie zur kulturellen Entwicklung der Stadt bei. Als Beispiel für solches Engagement kann der private Lustgarten im Warburger Weg angeführt werden, in dem während des Sommers verschiedene Veranstaltungen, wie Sommerkino und Theateraufführungen, stattfinden.

Lernerfahrungen

Die positiven Wirkungen der Städtebauförderung werden im Ortsteil Rhoden von Diemelstadt deutlich sichtbar. Insbesondere die gute Zusammenarbeit und die Kooperation zwischen den verschiedenen Akteuren tragen zur erfolgreichen Projektumsetzung und zur Anregung neuer Maßnahmen bei.

Der Austausch des Sanierungsträgers mit örtlichen Gremien, die Einbindung örtlicher Vereine sowie die fachlich qualifizierte Vorbereitung und Begleitung privater und öffentlicher Baumaßnahmen sind dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor – wie im Fall des Fachwerkgebäudes in Rießen, das 2013 den Denkmalpreis Waldeck Frankenberg erhielt. Die Beratung und Unterstützung der Einzeleigentümer als auch die Aktivierung des privaten Engagements bestimmen wesentlich über die Qualität der Maßnahmen und damit auch über die zielorientierte Verwendung der Bundesfinanzmittel.

Das Gebiet heute

In den vergangenen Jahren konnten mehrere Gebäude in Diemelstadt-Rhoden erfolgreich saniert werden. Sehr großer Wert wird stets auf die Bewahrung von historischer Substanz, auf die Wahl geeigneter Materialien und Baustoffe sowie altstadtgerechter Gestaltungsdetails gelegt. Die Zusammenarbeit von Stadt und Sanierungsträger ist ausgesprochen erfolgreich, da die persönliche Ansprache der Eigentümer zum bauhistorischen Wert ihrer Objekte, aber auch die fortlaufende Beratung bei der Vorbereitung und Durchführung von Einzelmaßnahmen umsichtig und mit großem Engagement erfolgen.

Die sanierten Häuser zeichnen sich jeweils durch eine den individuellen Ansprüchen gerecht werdende Grundrissaufteilung und Ausstattung aus. Soweit neue Bewohner gewonnen werden konnten, sind diese gerne bereit, ihr Haus der Öffentlichkeit bzw. interessierten Eigentümern nicht sanierter Objekte zu präsentieren. Damit wirken diese guten Beispiele positiv auf die Erneuerungsdynamik im gesamten Ortskern. Das städtebauliche Erscheinungsbild hat sich durch die sanierten Einzelgebäude bereits spürbar verbessert, wenngleich weiterhin ein hoher Anteil von sanierungsbedürftigen Objekten das Ortsbild prägt. Die beabsichtigte Schwerpunktsetzung auf die Landstraße ist der notwendige nächste Schritt zur Aufwertung des Sanierungsgebietes. Diese Schlüsselmaßnahme kann wichtige Impulse für die Erneuerung und Entwicklung privater Objekte geben.

Zusatzinformationen

Bundesland

Hessen


Gemeinde

Diemelstadt


Programm

Städtebaulicher Denkmalschutz


Programmaufnahme

2009


Realisierungszeitraum (geplant)

2022


Größe des Gebietes

22,2 ha


Volumen der Bundesfinanzhilfen

2009-2016: 1.629.000 €


Gebietstypus

Historischer Stadt- und Ortskern


Kontaktdaten


Ansprechpartner bei der Stadt
Eckard Bodenhausen
Leiter des Fachbereichs 3 Technische Dienste
Bauen, Umwelt-/Denkmalschutz, Ver- und Entsorgung der Stadt Diemelstadt
Rathaus
Lange Straße 6
34474 Diemelstadt
Tel.: +49 569 / 49798 20
E-Mail: bodenhausen@diemelstadt.de


Sanierungsträger
Susanne Engelns
Wohnstadt Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft Hessen mbH
Geschäftshaus Kassel
Wolfsschlucht 18
34117 Kassel
Tel.: +49 561 / 1001 1325
E-Mail: susanne.engelns@nh-projektstadt.de


Stand

2016

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