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Schwerpunktthemen/ Jahresarbeitsplanung

Im Januar eines jeden Jahres findet das erweiterte Arbeitstreffen der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz statt, bei dem neben den Mitgliedern der Expertengruppe und Vertretern des Bundes auch Vertreter der für die Städtebauförderung zuständigen Landesministerien und Landesdenkmalpflegeämter teilnehmen. Im Rahmen des erweiterten Arbeitstreffens werden die Schwerpunktthemen für das beginnende Jahr und die für das Vor-Ort-Monitoring zur Auswahl stehenden Programmkommunen gemeinsam beschlossen.

Schwerpunktthemen 2017

Dachthema 2017: Wachstum und Schrumpfung in der historischen Stadt - Erneuerung aus dem Bestand

Aufgrund seiner inhaltlichen Breite wird das Jahresthema 2016 "Wachstum und Schrumpfung in der historischen Stadt" im Jahr 2017 mit dem Fokus auf die Erneuerung im Bestand vertieft und damit ein Jahresthema gewählt, das den historischen Gebäudebestand in den Programmgebieten des Städtebaulichen Denkmalschutzes in den Mittelpunkt stellt.

Jahresarbeitsplanung 2017

Der Jahresarbeitsplanung folgend finden im Jahr 2017 folgende Termine statt:

  • Jahresauftakttreffen Städtebaulicher Denkmalschutz (Januar 2017)
  • Fachveranstaltung "Substanz in Not" in Alsfeld, Hessen (Januar 2017)
  • Vor-Ort-Monitoring der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz in Wangen im Allgäu, Baden-Württemberg (März 2017)
  • Interne Sitzung der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz in Wiesbaden, Hessen (Mai 2017)
  • Vor-Ort-Monitoring der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz in Dortmund, Nordrhein-Westfalen (Mai 2017)
  • 25. Kongress Städtebaulicher Denkmalschutz (August 2017)
  • Fachveranstaltung Nord, Ort noch offen (September 2017)
  • Vor-Ort-Monitoring der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz in Jüterbog, Brandenburg (November 2017)

Schwerpunktthemen 2016

Dachthema 2016: (Re)Aktionen bei Wachstum und Schrumpfung in der historischen Stadt

Durch unterschiedliche wirtschaftliche, strukturelle und soziale Entwicklungen gibt es in Deutschland gleichermaßen stark wachsende, prosperierende wie schrumpfende Städte und Regionen. Beide Tendenzen haben u.a. (städte)bauliche und funktionale Auswirkungen auf historische Stadtkerne und -bereiche, wobei die Entwicklungstrends im historischen Quartier nicht immer mit den für die Stadt und Region gegebenen Rahmenbedingungen übereinstimmen müssen. So gibt es Altstädte in strukturschwachen Regionen, die aufgrund ihrer Zentralität und Attraktivität rege immobilienwirtschaftliche Aktivitäten verzeichnen. Ebenso sind eine Reihe von historischen Quartieren in strukturstarken Regionen auf dem Immobilienmarkt nicht gut positioniert und es gibt Altstädte und Altbaubereiche, die weder eindeutig der einen oder anderen Entwicklungstendenz zuzuordnen sind.

Insgesamt ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit den gegebenen und absehbaren Herausforderungen im Umgang mit historischen Stadtbereichen zwingend erforderlich, um eine zukunftsfähige Sicherung, Erhaltung und Nutzung der Substanz zu gewährleisten. Der erfolgreiche Umgang mit zeitgleichen und teilweise auch räumlich nebeneinander vorzufindenden Phänomenen von Wachstum und Schrumpfung erfordert Anpassungsmaßnahmen unterschiedlicher Ausprägung. Ziel ist es, die fachlich-inhaltlichen Grundlagen für die Weiterentwicklung des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz zu verbessern sowie Potenziale, Aufgabenfelder und Rahmenbedingungen für ein passfähiges Zusammenwirken von Stadtentwicklung und Denkmalpflege zu identifizieren.

Jahresarbeitsplanung 2016

Der Jahresarbeitsplanung folgend fanden im Jahr 2016 folgende Termine statt:

  • Jahresauftakttreffen Städtebaulicher Denkmalschutz (Januar 2016)
  • Vor-Ort-Monitoring der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz in Zittau, Freistaat Sachsen (März 2016)
  • 24. Kongress Städtebaulicher Denkmalschutz in Neuruppin, Brandenburg (August 2016)
  • Vor-Ort-Monitoring der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz in Cochem, Rheinland-Pfalz (November 2016)
  • 2. Europäischer Kongress "Die Europäische Stadt und ihr Erbe" (Dezember 2016)

Schwerpunktthemen 2015

Dachthema 2015: Frei-Raum in der historischen Stadt

Die Freiräume in der historischen Stadt spielen gerade in Hinblick auf die Herausforderungen des Klimawandels eine immer größere Rolle.

Die Europäische Stadt lebt heute – im Kern – vom differenzierten Gefüge aus öffentlichen und privaten Räumen, das sich über Jahrhunderte erhalten hat. Historische Stadtbereiche sind vielfach eng bebaut, jedoch haben sich auch hier in der jüngeren Vergangenheit Veränderungen vollzogen. Neue Freiräume, manchmal auch nur Brachflächen oder Baulücken sind entstanden oder Blockinnenbereiche stehen durch neue Baulichkeiten als Freiraum nicht mehr zur Verfügung. Vielfältige Grünstrukturen aber sind für ein gesundes Stadtklima und damit für die innerstädtische Lebensqualität unverzichtbar.

Der öffentliche Raum wiederum muss den sich stets wandelnden Ansprüchen gerecht werden. Hier findet Mobilität in unterschiedlichsten Formen statt und die Anforderungen an öffentlichen Personennahverkehr, Alltagstauglichkeit für Radfahrer, Erreichbarkeit für Lieferverkehre, aber auch der Anspruch der Barrierefreiheit konkurrieren mit dem Nutzungsdruck, der sich aus wünschenswerter Attraktivität als Einzelhandelsstandort, Tourismusmagnet und zentraler Austragungsort unterschiedlicher Events ergibt.

Um das Dachthema in der Vielseitigkeit seiner Aspekte zu betrachten, in seiner Relevanz für die Ausrichtung des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz zu untersuchen und in Hinblick auf künftige Handlungsanforderungen von Bund, Ländern und Programmkommunen einzuordnen, wurde das Thema im Rahmen des 23. Kongresses Städtebaulicher Denkmalschutz im August 2015 vertieft. Es erfolgt außerdem eine intensive Auseinandersetzung im Rahmen der Vor-Ort-Monitorings der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz.

Weitere Vertiefungsthemen 2015 / 2016

Umgang mit der besonders erhaltenswerten Bausubstanz

Der Bund hat dazu eine in Abstimmung mit den Ländern entwickelte Arbeitshilfe veröffentlicht. Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung bei Wachstums- und Schrumpfungsprozessen hat die Expertengruppe in ihrem Memorandum von 2015 auf die Einzigartigkeit der europäischen Stadt hingewiesen. Darauf aufbauend kann nun die Vermittlung von Wissen und Erfahrungen auf Ebene der Länder und Kommunen ergänzt und vertieft werden. Die in der Umsetzung des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz auf allen Verwaltungsebenen praktizierte Zusammenarbeit von Stadtentwicklung und Denkmalpflege ist geeignet, um jeweils länderspezifische, regional- und stadtindividuelle Strategien des Umgangs und der Vermittlung zu erproben bzw. zu übertragen.

Im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und den nationalen Bemühungen zur Verbesserung der Energieeffizienz sind auf Grundlage entsprechender Empfehlungen der Expertengruppe das Erfordernis und der Umfang weiterer Aktivitäten auf Bundesebene zu prüfen. Ebenso ist die Relevanz der Nachkriegsmoderne als Handlungsfeld im Städtebaulichen Denkmalschutz zu betrachten.

Leerstand stadtbildprägender und großformatiger Gebäude ("große Brocken")

In Auswertung ihrer Vor-Ort-Tagungen hat die Expertengruppe festgestellt, dass gerade in wirtschaftlich-strukturschwachen Regionen die historischen Stadtquartiere häufig von Leerständen, Baulücken und Brachflächen geprägt sind. Das Stadtbild wird davon massiv beeinträchtigt. Die Ursachen sind vielfältig, meist liegen unter anderem strukturelle Defizite in Handel, Gastronomie und Dienstleistungen vor. Die Vor-Ort-Tagungen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass in vielen Kommunen und Regionen fast keine Marktbewegungen mehr zu verzeichnen sind. In der Folge sind zahlreiche großformatige Objekte sowie wichtige stadtbildprägende Gebäude u.a. Postämter, Bahnhofsgebäude, ehemalige Hotels, Schlösser, Rathäuser etc. in ihrem künftigen Bestand gefährdet. Hier ist zu prüfen, ob und wie eine Zusammenstellung von übertragbaren Best-practice-Beispielen für Bestandssicherungen mit sparsamen Mitteleinsatz und dauerhafte oder temporäre Nachnutzungen sowie eine Systematisierung von Handlungsansätzen geleistet werden kann. Das Erfordernis einer pragmatischen Ermittlung des quantitativen Umfangs und eines systematischen Vorgehens ist im Dialog mit den Ländern zu prüfen.

Jahresarbeitsplanung 2015

Der Jahresarbeitsplanung folgend fanden die Vor-Ort-Monitorings der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz 2015 in folgenden Programmkommunen statt:

  • Eutin, Schleswig-Holstein (März 2015)
  • Bad Karlshafen, Hessen (Juni/Juli 2015)
  • Lippstadt, Nordrhein-Westfalen (August 2015)
  • Hansestadt Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern (Oktober 2015)

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