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Sanierungsgebiet "Kasseler Straße" Schmalkalden – Landesgartenschau 2015

Themenschwerpunkt: Minderung Flächeninanspruchnahme

Zusammenfassung

In Vorbereitung der Thüringer Landesgartenschau 2015 wird am Bahnhof Schmalkalden ein neuer, integrierter ÖPNV-Knotenpunkt entstehen. Das Sanierungsgebiet "Kasseler Straße" ist im Konzept der Landesgartenschau (LGS) als Haupteingangsportal – Kernzone A vorgesehen.

Bundes- und Landesgartenschauen bieten eine hervorragende Möglichkeit, nachhaltige städtebauliche und landschaftsgestalterische Entwicklungen zu realisieren.

Kontext

Teilbereiche der Thüringer Landesgartenschau 2015 in Schmalkalden Teilbereiche der Thüringer Landesgartenschau 2015 in SchmalkaldenTeilbereiche der Thüringer Landesgartenschau 2015 in Schmalkalden Quelle: Stadt Schmalkalden

Die Stadt Schmalkalden mit ca. 20.000 Einwohnern liegt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und nimmt die zentralörtliche Funktion eines Mittelzentrums ein. Das Areal "Kasseler Straße" ist ein ehemaliger Gewerbestandort. Seit Jahren laufen Sanierungsmaßnahmen, um das Gebiet nachhaltig zu revitalisieren und die städtebauliche Rahmenplanung als Grundlage für den Stadtumbau umzusetzen.

Die nächste Thüringer Landesgartenschau findet 2015 in Schmalkalden statt. Dies eröffnet die Chance, das Stadtentwicklungskonzept in diesem Rahmen umzusetzen. Das Unternehmen VibaSweets wird im Areal der "Kasseler Straße" bis zum Jahr 2012 eine gläserne Manufaktur zur Schokoladenproduktion errichten, die Eingang in die Konzeption der Landesgartenschau gefunden hat.

Projektbeschreibung

Der Haupteingangsbereich der Landesgartenschau vor der geplanten Sanierung. Der Haupteingangsbereich der Landesgartenschau vor der geplanten Sanierung.Der Haupteingangsbereich der Landesgartenschau vor der geplanten Sanierung. Quelle: Stadt Schmalkalden

Der neue Verkehrsknotenpunkt liegt an der Hauptwegeachse zwischen historischer Altstadt und westlicher Vorstadt. In diesem Bereich befindet sich der größte Teil der Flächen für die Landesgartenschau. Es werden Gewerbe- und Bahnbrachen revitalisiert, der vorhandene Grünraum aufgewertet und neue Wegebeziehungen angelegt. Dies soll bis zum Jahr 2013 abgeschlossen sein.

Südlich der "Kasseler Straße" werden auf einem ehemaligen Gewerbestandort Flächen für innovatives Bauen entstehen, und zwar mit Schul- und Sporteinrichtungen, neuen Verkehrswegen und einem Stadtpark. Geplant ist weiterhin, im nördlichen Bereich der Kasseler Straße neue Verkehrsanlagen zu errichten, darunter den neuen Busbahnhof sowie P+R-Flächen und Bike+R-Flächen.

Die Sanierung des Bahnhofes ist - sofern die Finanzierung möglich ist - ebenfalls Gegenstand der Planung. Dadurch soll der westliche Stadteingang aufgewertet werden.

Der Haupteingangsbereich der Landesgartenschau nach der geplanten Sanierung. Der Haupteingangsbereich der Landesgartenschau nach der geplanten Sanierung.Der Haupteingangsbereich der Landesgartenschau nach der geplanten Sanierung. Quelle: Stadt Schmalkalden

Handlungsfelder

Brachflächensanierung, Abbruchmaßnahmen, Altlastensanierung, Grünflächen- und Parkgestaltung, Erschließungsmaßnahmen, Ausweisung und Einrichtung von Gewerbeflächen, Neubau, Einbindung in die Konzeption der LGS

Einzelmaßnahmen und Projektumsetzung

Projektziel:

  • Realisierung eines integrierten ÖPNV-Knotenpunktes
  • Haupteingangsportal zur Landesgartenschau (Kernzone A)

Maßnahmen:

  • Realisierung ÖPNV-Knoten, Schaffung von Verkehrsanlagen (Busbahnhof, P+R, Bike+R, Neubau Westendstraße)
  • Sanierung Bahnhof (bei Finanzierbarkeit)

Aufgaben:

  • Gutachterverfahren/Wettbewerb, Modernisierungsgutachten Bahnhof
  • Flächenankäufe, Flächentausch
  • Abbruchmaßnahmen
  • Neubau ÖPNV-Knotenpunkt
  • Sanierung Bahnhofstraße
  • Sanierung Bahnhof

Ende 2010: Abschluss Wettbewerb ÖPNV-Knoten

Kosten / Finanzierung

Tabelle: Kosten / Finanzierung
GesamtFördermittel Stadt
ÖPNV 2.109.000 Euro1.565.000 Euro544.000 Euro

Für die Sanierung des Bahnhofs liegen aktuell noch keine Planung und keine Wirtschaftlichkeitsberechnung vor. Eine wichtige Grundlage hierzu wird ein Modernisierungsgutachten sein.

Besonderheiten

Die Einbindung des Sanierungsgebietes "Kasseler Straße" in die Landesgartenschau 2015 ist die einmalige Chance zur Realisierung des Stadtentwicklungskonzeptes in der westlichen Vorstadt. Die nachhaltige Gestaltung der Kernzone A als Haupteingangsbereich der LGS und die Neueinrichtung der Verkehrsinfrastruktur werden die laufenden Aufwertungs- und Sanierungsmaßnahmen in der historischen Altstadt Schmalkaldens erheblich unterstützen.

Lernerfahrungen

Komplex ist die Aufgabe, die gesamte westliche Vorstadt den Zielen des Stadtentwicklungskonzeptes und der Landesgartenschau entsprechend zu sanieren. Es ist es daher wichtig, schon am Anfang der Projektentwicklung alle Ziele detailliert zu definieren, mit Kosten zu hinterlegen und deren Finanzierung zu bestimmen und die bei der Haushaltsplanung zu berücksichtigen.

Die Ausgaben der öffentlichen als Gesamtprojekt der Flächenrevitalisierung haben ein Volumen von ca. 30 Mio. Euro. Die Finanzierung kann nur durch Verzahnung und Bündelung verschiedener Förderprogramme von EU, Bund und Land gelingen. Auch im Hinblick auf die aktuelle Leistungsfähigkeit der öffentlichen Haushalte sind deshalb detaillierte Maßnahmenkataloge mit Kosten- und Finanzierungsübersichten notwendig.

Das Gebiet heute

In Schmalkalden finden gegenwärtig unter einer breiten Beteiligung von Akteuren die Vorbereitungen und Planungen zur Durchführung der Landesgartenschau 2015 statt. Erste Wettbewerbe für die Gestaltung der ausgewählten Flächen und der angrenzenden Bereiche sind durchgeführt worden oder sind in Planung. Vorab müssen jedoch noch Grundstücksverfügbarkeiten und Grunderwerb geklärt, Abbruchmaßnahmen, Verlagerungen von Gewerbe betrieben und der Neubau von Straßen realisiert werden.

Die Veranstaltung der Landesgartenschau fördert die städtebauliche Entwicklung der Stadt und trägt nachhaltig zur Steigerung ihrer Attraktivität bei.

Zusatzinformationen

Projektname

Sanierungsgebiet "Kasseler Straße" Schmalkalden – Landesgartenschau 2015


Bundesland

Thüringen


Gemeinde

Schmalkalden


Programmbereich

Sanierungsmaßnahme, Stadtumbau Aufwertung / Städtebauliche Entwicklungs- und Sanierungsmaßnahme, EFRE, ÖPNV-Förderung


Projektbeginn

2007


Projektende

2015


Größe des Sanierungsgebietes

38,8 ha


Volumen der Städtebaufördermittel

ca. 10,5 Mio. Euro (Gesamtmaßnahme),
1,89 Mio. Euro EFRE,
1,67 Mio. Euro (ÖV-Knoten) Angaben Fördermittel: reiner Zuschuss, ohne Stadtanteile


Gebietstypus

innenstadtnahe, ehemalige gewerbliche und Verkehrsfläche


Kontaktdaten

Kommune:

Stadt Schmalkalden
Altmarkt 1
98574 Schmalkalden


Sanierungsträger:

LEG Thüringen mbH
Mainzerhofstraße 12
99084 Erfurt

Andreas Jaeger
Tel.: +49 361 5603276
andreas.jaeger@leg-thueringen.de

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