Navigation und Service

Ideenwerkstatt "Bürgerpark - Grüne Mitte"

Projektbeschreibung

Rundgang mit Kindern einer Kita Spaziergang mit der KitaSpaziergang mit der Kita Quelle: complan

Das Gebiet Richard-Wagner-Straße in Halberstadt ist Projektgebiet der Landesinitiative URBAN 21 in Sachsen-Anhalt. Die Bevölkerungsentwicklung im Stadtbereich ist rückläufig, der Leerstand nimmt zu. Anteilig steigt die Zahl der sozial Schwächeren. Die Bausubstanz wurde überwiegend in den späten 70er Jahren in sechs-geschossiger Bauweise (ohne Fahrstuhl) erstellt. Im Stadtgebiet findet sich eine Vielzahl von sozialen Infrastruktureinrichtungen (z.B.: Schulen - einschließlich Schulen für geistig- und für lernbehinderte Menschen, Alten- und Pflegewohnheim, ein Jugendtreff und ein Gemeinschaftshaus mit einzelnen Vereinen).

Im Zentrum des Wohngebiets Richard-Wagner-Straße liegt eine 5,2 ha große Grünanlage, die ungestaltet, ungefasst und fehl genutzt wirkte. Wesentliches Anliegen der Bewohnerschaft war (in Foren zur Erstellung eines ersten integrierten Handlungskonzepts im Jahr 2001) eine allgemeine Aufwertung der Grünanlage im Zentrum des Stadtbereichs mit Aufenthaltsflächen, Sitzgelegenheiten und Treffpunkten sowie einer intakten Rad- und Fußwegeverbindung. Dieses Ziel wurde als Gestaltung eines Bürgerparks "Grüne Mitte" im Handlungskonzept aufgegriffen.

Rundgang mit Senioren Spaziergang mit SeniorenSpaziergang mit Senioren Quelle: complan

Um für die Planung eines solchen Projekts tatsächlich die Anliegen und Anregungen der Bürgerschaft für die Gestaltung einer "neuen Mitte" aufgreifen zu können, wurde durch das mit dem Programmmanagement beauftragte Büro complan in Abstimmung mit der Stadt Halberstadt eine einwöchige Ideenwerkstatt initiiert, welche Raum für die Mitsprache Interessierter bot. Diese wurde in der Woche vom 1. bis 8. September 2003 im Stadtteil durchgeführt. In enger Abstimmung mit den örtlichen Wohnungsunternehmen wurden drei Büros zur Teilnahme an der Werkstatt ausgewählt. Parallel dazu sollte eine interdisziplinär besetzte Studentengruppe der Universität Kassel weitere Vorschläge zur Neugestaltung des Parks entwickeln. Das Zusammentreffen aller beteiligten Planer am ersten Werkstatttag fand im kurz zuvor eröffneten URBAN 21-Stadtteilbüro statt. Der Ausgabe der Planunterlagen folgte eine gemeinsame Ortsbegehung, die der Konkretisierung der Aufgabenstellung diente.

Präsentation der ersten Ergebnisse mit den Bürgern Zwischenpräsentation mit BürgernZwischenpräsentation mit Bürgern Quelle: complan

Für den aktiven Part der Stadtteilbewohner wurden verschiedene Gruppen und Akteure persönlich und alle sonstigen Bewohner mittels Veröffentlichung (Stadtteilmagazin, Plakate, Tagespresse) zur Teilnahme an Stadtteilspaziergängen eingeladen. Diese fanden bereits am zweiten Tag der Werkstatt am 2. September 2003 statt und begannen mit Rundgängen mit Kindern aus der Kita und danach mit Kindern aus der Grundschule. Diesen folgten Spaziergänge mit Schülern aus der Sekundar-Schule, mit Senioren des Seniorenzentrums sowie am späten Nachmittag mit sonstigen interessierten Stadtteilbewohnern. Die Hinweise der Bewohnerschaft wurden durch die Planer aufgenommen und waren bei der Erstellung der Konzepte für einen Bürgerpark zu berücksichtigen. Am 3. September 2003 fand ein öffentliches Rückfragenkolloquium statt. Neben den Mitgliedern des hierfür gebildeten Beirates (mit Vertretern aus der Stadtverwaltung, der Wohnungsunternehmen, der Bildungseinrichtungen vor Ort sowie Fachplanern) bestand für alle interessierten Stadtteilbewohner die Möglichkeit, sich bezüglich der ersten Ansätze und Ideen der Planer zu informieren, Fragen zu stellen und Meinungen auszutauschen. Zu diesem Zeitpunkt waren die wichtigsten Zitate aus den Spaziergängen mit Fotos in einer Kollage aufbereitet worden, so dass Ergebnisse aus den Spaziergängen vermittelt werden konnten. Dieser öffentlichen Veranstaltung folgte eine intensive Arbeitsphase der Planer. Die Arbeiten wurden am 8. September 2003 im URBAN 21-Stadtteilbüro abgegeben. Am 9. September erhielten alle Teilnehmer die Möglichkeit, den Mitgliedern des Beirates ihre Ergebnisse und Ideen für den Bürgerpark persönlich zu präsentieren. In allen Entwürfen spiegelten sich die Anregungen und Ideen aus den Stadtteilspaziergängen wieder. Im Anschluss erteilte der Beirat eine Empfehlung: Das Konzept der Studenten wurde als überzeugendster Beitrag eingestuft. Die Konzeption sieht mit relativ einfachen Mitteln eine Gestaltung des derzeit unstrukturierten und unattraktiven Raums vor. Wege und Räume werden mit Gabionen gefasst, die Wege aufgewertet und eine Reihe von Verweil- und Sitzgelegenheiten geschaffen.

Bereits nach einem Jahr kam es - erneut unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit - zum ersten Spatenstich.

Projektbeteiligte

  • Stadt Halberstadt
  • URBAN 21-Stadtteilbüro
  • ansässige Wohnungsunternehme
  • ansässige Bildungs- und soziale Einrichtungen

Ansprechpartner

Projektebene

Frau Elke Becker
complan GmbH
Voltaireweg 4
14469 Potsdam
Telefon: +49 331 201510
Telefax: +49 331 1015111
E-Mail: info@complangmbh.de
Quartiersmanagerin
Frau Ina Zerche
complan GmbH
Voltaireweg 4
14469 Potsdam
Telefon: +49 331 201510
Telefax: +49 331 1015111
E-Mail: info@complangmbh.de


Gebietsebene

URBAN 21 Stadtteilbüro
Juri-Gargarin-Straße 19
38820 Halberstadt
Telefon: +49 3941 623861
Telefax: +49 3941 623863
E-Mail: urban21hbs@t-online.de


Kommunalebene

Abteilungsleiterin Stadterneuerung
Frau Stephanie Rudel
Stadt Halberstadt
FB Stadtentwicklung
Domplatz 49
38820 Halberstadt
Telefon: +49 3941 551656
Telefax: +49 3941 551065
E-Mail: rudel@halberstadt.de

Zusatzinformationen

Bundesland

Sachsen-Anhalt

Gemeinde

Halberstadt, Richard-Wagner-Straße

Programmbereich

Soziale Stadt

Zentrale Handlungsfelder

Strategische Handlungsfelder:
Aktivierung und Beteiligung

Inhaltliche Handlungsfelder:
Wohnumfeld und öffentlicher Raum

Zielgruppe

Bewohnerinnen/Bewohner

Erläuterungen Zielgruppe

Ziel war es, die verschiedenen Bedarfe der unterschiedlichen Nutzergruppen zu erfassen. Über die Bildungseinrichtungen konnte ein Altersquerschnitt und in Ansätzen ein Einblick in die soziale Situation erreicht werden. Die Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim ermöglichte die Einbeziehung von behindertengerechten Belangen.

Projektbeginn

September 2003

Projektende

September 2003

Genderaspekt

nein

Finanzierung

Die Finanzierung der Initiative URBAN21 gestaltet sich so, dass 50% der Kosten durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bestritten werden und sich die verbleibenden 50% zu je einem Drittel auf Bund, Land und Kommune verteilen. Die Ideenwerkstatt mit der Bürgerbeteiligung wurde im Rahmen des Quartiersmanagements vorbereitet, durchgeführt und moderiert.

Erläuterungen Finanzierung

Die Finanzierung der Initiative URBAN21 gestaltet sich so, dass 50% der Kosten durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bestritten werden und sich die verbleibenden 50% zu je einem Drittel auf Bund, Land und Kommune verteilen. Die Ideenwerkstatt mit der Bürgerbeteiligung wurde im Rahmen des Quartiersmanagements vorbereitet, durchgeführt und moderiert.


Projektträger

complan GmbH


Autor der Projektbeschreibung

Elke Becker

Stand

21.07.2005

Links/weitere Informationen

www.stadtumbau-ost.info

Diese Seite