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Reichenbach im Vogtland, Erweiterte Altstadt

Sachsen


Ansprechpartner

Kommunalebene

Fachbereichsleiter
Herr Sven Hörning
Stadt Reichenbach im Vogtland
Fachbereich Bau und Stadtentwicklung
Markt 1
08468 Reichenbach im Vogtland
Telefon: +49 3765 5246020
Telefax: +49 3765 52486020
E-Mail: hoerning@reichenbach-vogtland.de
Frau Sybille Ehrler
Stadt Reichenbach im Vogtland
Fachbereich Bau und Stadtentwicklung
Abt. 60, Stadtplanung/Bauordnung/Bauverwaltung
Markt 1
08468 Reichenbach im Vogtland
Telefon: +49 3765 5246133
Telefax: +49 3765 52486133
E-Mail: ehrler@reichenbach-vogtland.de


Informationen zum Gebiet Erweiterte Altstadt

Reichenbach - "Erweiterte Altstadt"

Im vorliegenden Grobkonzept zum Förderprogramm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Die Soziale Stadt" für die Stadt Reichenbach wurde ein ca. 70 ha großes Untersuchungsgebiet ausgewählt, das den Arbeitstitel "Erweiterte Altstadt" erhielt. Der Gebietsumgriff, die mittelfristigen städtebauliche Stadtentwicklungsziele und die prioritären Projekte und Vorhaben wurden durch Beschlüsse des Stadtrates der Stadt Reichenbach am 03.07.2000 und am 09.10.2000 in öffentlicher Sitzung bestätigt.

Im vorliegenden Konzept wurde zunächst der Nachweis geführt, dass der Stadtteil hinsichtlich seiner komplexen Defizite deutlich vom Durchschnitt der Gesamtstadt abweicht. Dabei wurde eine Vielzahl von Kriterien untersucht , um die Zusammenhänge der verschiedenartigen Missstände deutlich aufzuzeigen. Es wurde u.a. ein Stärken-/Schwächen-Profil erstellt, denn jedes Defizit besitzt Potentiale und erzeugt gleichzeitig richtungsweisende Möglichkeiten und Chancen.

Der ausgewählte Stadtteil "Erweiterte Altstadt" ist aufgrund seiner historischen gewachsenen städtebaulichen Entwicklung, in Bezug auf seine Lage und Größe, die vorhandenen Strukturen gut geeignet, um den Förderbedarf zu begründen. Die Darstellungen orientieren sich an traditionellen und funktionellen Zusammenhängen, die das Erscheinungsbild des Stadtteiles als ganzheitliches Gebiet prägen.

Aufgrund der aufgezeigten Entwicklungstendenzen wird deutlich, dass der Stadtteil "Erweiterte Altstadt" zu einem sozialen Brennpunkt zu werden droht und enormer Entwicklungsbedarf besteht. Dieser Entwicklungsbedarf ist aus inhaltlicher und organisatorischer Sicht durch intensive Beschäftigung und Betreuung mit Hilfe des geplanten Stadtteilmanagements zu fördern.

Es zeigt sich deutlich, dass für die "Reparatur des Stadtteiles" zusätzliche finanzielle Mittel von außen erforderlich sind, da weder die Stadt Reichenbach, noch freie Träger oder auch private Initiativen die notwendigen Investitionen aus dem vorhandenen Potential selbst heraus leisten können.

Die Handlungsfelder des Konzeptes mit den ihnen zugeordneten Projekten zeigen, dass diese zum Teil äußerst komplexer Art sind und somit Schlüsselmaßnahmen zur Beseitigung bzw. zum Abbau der vorhandenen Defizite darstellen. Es werden Entwicklungsperspektiven des Stadtteils dargestellt, die im Kontext zur gesamtstädtischen Entwicklung stehen und fachbereichsübergreifende, interdisziplinäre Lösungsansätze zur Bewältigung der Probleme des Stadtteiles enthalten. So wurden u.a. Teile des vorhandenen Sanierungsgebietes mit dem Gebiet "Erweiterte Altstadt" überlagert, und es könnten somit Einzelprojekte mit der klassischen Städtebauförderung verknüpft werden.

Schwerpunktmäßig muss in die Bereiche eingegriffen werden, in denen besonders beängstigende Trends sichtbar sind. Neben einer Reihe von nur mittelfristig und langfristig umsetzbaren investiven Maßnahmen sollten kurzfristig hauptsächlich für Kinder und Jugendliche spezielle Angebote sowohl am Arbeitsmarkt als auch für die individuelle Freizeitgestaltung geschaffen werden. Aufbauend auf die Generation, die im Gebiet aufgewachsen ist, muss aufgezeigt werden, dass es sich lohnt, zu bleiben.

Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit, versehen mit einer guten Fördermittelausstattung, muss mit dem Beginn von Einzelmaßnahmen dem Imageverlust und den anderen festgestellten Defiziten entgegengewirkt werden.

Der dargestellte Mittelbedarf zeigt deutlich auf, dass der zu betrachtende Programmzeitraum nicht ausreicht, um alle notwendigen Maßnahmen durchzuführen.

Die jeweiligen Verantwortungsträger werden sich in den jährlichen Fortsetzungsanträgen auf Schwerpunktthemen konzentrieren müssen, um zumindest punktuell Zeichen zu setzen. Aus dem entwickelnden Feinkonzept sind konkrete Planungen schwerpunktmäßig ableitbar und sollen anschließend in konkrete Objektplanungen münden.

Die städtebaulichen, wirtschaftlichen, beschäftigungspolitischen und sozialkulturellen Vorhaben, die im Gebiet Initialwirkung haben sollen, müssen auf den verschiedensten Ebenen in ihrer Gesamtheit erfolgreich sein und sollten von einem städtebaulichen Leitbild in Form eines Rahmenplanes abgeleitet werden. Dieses Leitbild soll den Stadtteil als Wohnstandort mit vielfältiger gewachsener und neuer Nutzungsdurchmischung umschreiben, der durch gezielte Abrisse, behutsame Neubebauung, Rück- und Umbau einen positiven Wandel erfährt und somit ein Angebot darstellt, um Investoren der öffentlichen und privaten Hand zu inspirieren.

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