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Ressortübergreifendes

Hier wird über wichtige ressortübergreifende Initiativen zur Umsetzung des Programms "Soziale Stadt" informiert.

Ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt

Die Koalitionsparteien der 18. Legislaturperiode haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, das Programm "Soziale Stadt" im Rahmen der Städtebauförderung als Leitprogramm der sozialen Integration weiterzuführen und auf dieser Grundlage eine "ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt zu erarbeiten, mit der additiv Fördermittel anderer Ressorts in Gebieten mit erhöhten Integrationsanforderungen gebündelt werden" (Koalitionsvertrag "Deutschlands Zukunft gestalten", S. 117).

Ziel ist es, Synergien zu schaffen und vor Ort in den Kommunen ein kohärentes und damit effizienteres und bedarfsgerechtes Vorgehen zu ermöglichen. Dabei gilt es neben der Bündelung von Fördermitteln vor allem, das Fachwissen zwischen den Ressorts noch besser zu verzahnen und die Informationen der betroffenen Bundesressorts für die handelnden Akteure in den betreffenden Quartieren besser zugänglich zu machen. Die ressortübergreifende Strategie stellt dabei den Auftakt für eine kontinuierliche Zusammenarbeit der betroffenen Bundesressorts für Quartiere mit besonderen sozialen Integrationsanforderungen dar.

Neben einer besseren ressortübergreifenden Abstimmung stärkt die Bundesregierung die integrierte, soziale Stadtentwicklung auch finanziell mit 300 Millionen Euro an zusätzlichen Programmmitteln pro Jahr in den Jahren 2017 bis 2020.

Damit kann in Stadtteilen mit besonderen sozialen Integrationsanforderungen verstärkt in die soziale Infrastruktur, wie zum Beispiel Kindertageseinrichtungen (Kitas), Schulen, Stadtteilzentren und Nachbarschaftstreffs oder auch die Verbesserung des Wohnumfelds investiert und der soziale Zusammenhalt gefördert werden.

Die Umsetzung der Maßnahmen, Vorhaben und Programme der Strategie erfolgt in eigener Verantwortung der Ressorts im Rahmen der im Bundeshaushalt und im Finanzplan verfügbaren Mittel der jeweiligen Ressorts.

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Bundesprogramm "Jugend stärken im Quartier"

Jugend, Qualifizierung, Arbeit

BIWAQ-Förderrunde 2019-2022

Das Bundesbauministerium unterstützt deutschlandweit Projekte in Quartieren des Städtebauförderungsprogrammes "Soziale Stadt", die die Chancen der Bewohnerinnen und Bewohner auf Arbeit und Ausbildung verbessern, zur Stärkung der lokalen Ökonomie beitragen und dabei auch die digitale Inklusion im Blick haben.

Im September 2017 startete das Bundesbauministerium das Interessenbekundungsverfahren für die neue Förderrunde (2019-2022). Rund 100 Kommunen aus allen Bundesländern haben sich beworben. Ein unabhängiges Gutachtergremium hat 37 Kommunen ausgewählt, die zur Antragstellung aufgefordert wurden.

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BIWAQ-Projekte der Förderrunde 2019-2022 sind gestartet

Modellprogramm "Jugendmigrationsdienst im Quartier"

Im Rahmen der ressortübergreifenden Strategie "Soziale Stadt – Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier" fördern das Bundesbau- und das Bundesjugendministerium das "Modellprojekt Jugendmigrationsdienst im Quartier" zur Stärkung von Jugendlichen in sozial benachteiligten Quartieren. Je Bundesland wird ein Modellstandort unterstützt, um das gemeinsame Miteinander von Jugendmigrationsdienst und Nachbarschaft zu stärken und das Wohnumfeld junger Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu verbessern. Im Rahmen des Modellprojektes sollen strukturelle Veränderungsprozesse angestoßen sowie Zugangsbarrieren zu sozialen Diensten und zu Angeboten im Quartier identifiziert und abgebaut werden. Alle Modellstandorte befinden sich bewusst in den aktuellen bzw. ehemaligen Programmgebieten der "Sozialen Stadt". Dies dient dem Ziel, das Miteinander in den Ortsteilen zu verbessern und die gegenseitige Akzeptanz der unterschiedlichen Menschen in den Wohnvierteln zu erhöhen. Es sollen lebendige Nachbarschaften befördert und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden.

Mit dem Modellprojekt "Jugendmigrationsdienst im Quartier" können junge Menschen in gemeinsamen Aktivitäten mit anderen BewohnerInnen das Quartier und das Zusammenleben mitgestalten – und verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung kennenlernen und ausprobieren. In Kooperation zwischen Jugendmigrationsdiensten, Quartiersentwicklung und weiteren Akteuren im Quartier werden Mikroprojekte mit den jungen TeilnehmerInnen entwickelt und umgesetzt. Zu den Maßnahmen gehören zum Beispiel eine Fahrradwerkstatt mit einem Künstlerkollektiv, eine quartiersübergreifende Jugendkonferenz oder Workshops zum interreligiösen Dialog mit verschiedenen Glaubensgemeinschaften im Quartier.

Das Modellprojekt "Jugendmigrationsdienst im Quartier" ist im Juli 2017 gestartet. Bis Dezember 2021 stellen das Bundesbauministerium und das Bundesjugendministerium knapp 7 Millionen Euro zur Verfügung.

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Modellprogramm "Jugendmigrationsdienst im Quartier" (JMD-iQ)

Bildung, Kultur

UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier

Kunst und Kultur für lebendige Quartiere: Seit Oktober 2018 bringen soziokulturelle Zentren an ausgewählten Modellstandorten frischen Wind in ihre Stadtteile. Das Bundesprogramm „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ wird als ressortübergreifende Strategie im Rahmen des Förderprogramms "Soziale Stadt" von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ermöglicht. In vierjährigen Entwicklungsprozessen erproben bundesweit soziokulturelle Zentren unter der Fragestellung, wie Kunst und Kultur für das Zusammenleben der Gesellschaft in den Stadtteilen genutzt werden kann, neue kreative Beteiligungsformate.

Ein Fokus liegt auf der Ermittlung geeigneter künstlerischer Methoden, um eine vielfältige Nachbarschaft zu erreichen und gerade auch Bewohnerinnen und Bewohner, die zuvor nur wenige Berührungspunkte mit Kunst und Kultur hatten, zur aktiven Mitgestaltung ihres Wohn- und Lebensumfeldes anzuregen. Dabei spielt die Vernetzung mit Initiativen und Institutionen vor Ort eine große Rolle – mit dem Quartiersmanagement ebenso wie mit sozialen Vereinen, kommunaler Verwaltung oder auch Wirtschaftsunternehmen. Begleitet wird das Programm von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V., welche den Modellvorhaben fachlich und administrativ zur Seite steht. Alle Ergebnisse und Erfahrungen werden gebündelt über die Internetseite utopolis.online als Toolbox zur Verfügung gestellt. Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht!

Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung

Jedes Kind und jeder Jugendliche soll die bestmöglichen Bildungschancen erhalten – unabhängig von der sozialen Herkunft. Mit dem Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) deshalb seit 2013 außerschulische Angebote der kulturellen Bildung. In lokalen Bündnissen für Bildung setzen engagierte Bürgerinnen und Bürger bundesweit Projekte für Kinder und Jugendliche um, die aus Verhältnissen kommen, die den Zugang zu Bildung erschweren: Paten- und Mentorenprogramme, Leseförderungen, Ferienfreizeiten, Musik-, Tanz-, Theater- oder Zirkusaktionen. Durch die aktive Beschäftigung mit Kunst und Kultur erleben die Kinder und Jugendlichen persönliche Wertschätzung, sie entwickeln neue Perspektiven und erlernen wichtige Fähigkeiten für ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben.

Das Programm wurde bis 2022 verlängert. Ab 2018 setzen es 30 Förderer und Initiativen als Partner um und initiieren Bündnisse vor Ort. Es gibt schon mehr als 16.900 Angebote – und es werden immer mehr!

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Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung

Leseclubs und media.labs sorgen für Lesefreude: Jetzt bei der Stiftung Lesen um die Einrichtung eines Leseclubs oder media.labs bewerben

Die Stiftung Lesen ist Programmpartner im Förderprogramm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Um die Lesemotivation sowie die Lese- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu steigern, richtet die Stiftung Lesen auch in 2019 und 2020 weitere

  • Leseclubs für Kinder im Alter von 6-12 Jahren und
  • media.labs für Kinder und Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren ein.

Bereits 9.000 Kinder und Jugendliche nehmen jährlich in den Leseclubs und media.labs an, von Ehrenamtlichen betreuten, Angeboten teil. Bei den Angeboten handelt es sich um Gruppen- und freizeitorientierte Formate, die zu regelmäßigen Besuchen animieren: zum Beispiel Bastel- oder Theateraktionen im Leseclub oder Projekte mit digitalen Medien wie Filmdrehs oder die eigene Rap-Produktion im media.lab. Bewerben können sich alle Einrichtungen, die Zugang zu Kinder und Jugendlichen haben. Die Förderung besteht aus einer umfangreichen Medienausstattung mit jährlichen Nachausstattungen sowie Weiterbildungsangeboten und Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Betreuer/-innen.

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Leseclubs und media.labs sorgen für Lesefreude

Gesundheit

Positionspapier "Miteinander für gesunde Quartiere – Potenziale zur Zusammenarbeit"

Im Rahmen des Expertenworkshops "Quartiersbezogene Gesundheitsförderung – Gesunde Quartiersentwicklung" am 20. April 2017 in Berlin wurden gemeinsam Potenziale für eine intensivere Zusammenarbeit der Bereiche Stadtentwicklung und Gesundheit erarbeitet. Ausgangspunkte für die Diskussion bildeten die ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt der Bundesregierung sowie das Präventionsgesetz, mit dem bereits die Weiterentwicklung der Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit in den Bundesländern einherging.

Das Papier gibt eine Anzahl guter Hinweise, wie die Bereiche nun konkret enger zusammenrücken können, und zwar auf allen Ebenen: Quartier, Gemeinde, Kommune, Land und Bund.

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Onlinedokumentation des Expertenworkshops

"Gut Essen macht stark – mehr gesundheitliche Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen"

Die Verbraucherzentralen der Länder unterstützen mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Kitas in Quartieren der Sozialen Stadt dabei, das Verpflegungsangebot zu verbessern und Ernährungsbildung in den Kita-Alltag einzubinden. Die Kommunikation mit den Eltern stellt eine große Herausforderung für viele Einrichtungen dar. Das Projekt bietet Handwerkzeuge und Methoden, um eine gelungene Zusammenarbeit zu gestalten.

In der Entwicklungsphase bis Juni 2018 werden Konzepte erarbeitet und Materialien erstellt, die ab dem neuen Kita-Jahr in allen Bundesländern umgesetzt werden.

Wie bringt man Jugendliche dazu, über ihr Kauf- und Essverhalten nachzudenken, Werbebotschaften zu durchschauen und Lebensmittel kritischer zu beurteilen? Ab sofort können Schulen die "Ess-Kult-Tour – entdecke die Welt der Lebensmittel", ein interaktives Lernangebot ab der 7. Klasse bis zum Berufsgrundschuljahr, buchen.

Bei Interesse wenden sich interessierte Kitas und Schulen an:
Regina Heid, Verbraucherzentrale NRW, Telefon: +49 211 3809225 oder per E-Mail: regina.heid@verbraucherzentrale.nrw

Kooperationsverbund "Gesundheitliche Chancengleichheit"

Der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung initiierte Kooperationsverbund "Gesundheitliche Chancengleichheit" hat die Zielsetzung, die Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten Gruppen zu unterstützen. Quartiersbezogene Ansätze der Gesundheitsförderung bilden einen der Schwerpunkte.

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Gesundheitsförderung im Quartier

Praxisdatenbank des Kooperationsverbundes

ekip – Werkstatt Gesundheitsförderung

ekip ist eine gemeinsame bundesweite Initiative der Plattform Ernährung und Bewegung, der Türkischen Gemeinde in Deutschland sowie von Mars Deutschland und der Deutschen Sportjugend. Gemeinsam möchten die Initiatoren die Gesundheitsförderung für Menschen mit Migrationshintergrund verbessern, den Aufbau nachhaltiger Strukturen unterstützen und Praktiker stärker miteinander vernetzen.

Die interaktive Internetseite führt praxisorientierte Hilfestellungen, Leitfäden und Tipps zusammen. Ziel des Werkzeugkastens ist es, dass die Akteure vor Ort (wie zum Beispiel Quartiersmanagement, Schulen und Kitas) von den Erfahrungen und Anregungen anderer Angebote profitieren, sich stärker austauschen und vernetzen – und so die Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit von Gesundheitsförderungsangeboten für Menschen mit Migrationshintergrund verbessert werden.

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ekip – Werkstatt Gesundheitsförderung

Verbraucherschutz

Modellprogramm "Verbraucher stärken im Quartier"

Im Rahmen der ressortübergreifenden Strategie "Soziale Stadt – Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier" unterstützen das Bundesbau- und Bundesverbraucherschutzministerium gemeinsam das Modellprogramm "Verbraucher stärken im Quartier". Das Programm hat das Ziel, Menschen in ihrem direkten Wohnumwelt Verbraucherinformationen an die Hand zu geben. Durch niedrigschwellige Angebote der Verbraucherzentralen sollen im Wohnumfeld nachhaltige Hilfs- und Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, die allen im Quartier lebenden Menschen zugutekommen. Dort, wo Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund ihrer Lebensumstände und ihres geringen Einkommens besonders verletzlich sind, etabliert das Programm neue Aufklärungsmöglichkeiten und kommt auf die Menschen zu. Die Förderung erfolgt daher ausschließlich in festgelegten Gebieten des Städtebauförderprogramms der Sozialen Stadt, um gezielt Menschen in benachteiligten Quartieren zu unterstützen. Informationen werden zielgruppengerecht aufbereitet und kommuniziert. In den Stadtvierteln sind geschulte Quartiersfachkräfte im Einsatz: Sie sind in Schulen, Moscheen, Altersheimen oder Familienzentren lokal aktiv. Hier klären sie in Vorträgen und Aktionen über Verbraucherrechte auf und bieten direkt vor Ort zielgruppengerechte Sprechstunden an.

Das Programm "Verbraucher stärken im Quartier" ist am 1. September 2017 gestartet. In jedem Bundesland wird bis Ende 2024 für jeweils vier Jahre ein Projekt der dortigen Verbraucherzentrale in jeweils einem ausgesuchten Quartier umgesetzt.

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Projekte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände

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