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Stadtkern Rennerod

Schwerpunkte: Innenentwicklung, Infrastruktur/ Daseinsvorsorge

Zusammenfassung

Die Stadt Rennerod ist Verwaltungszentrum der gleichnamigen Verbandsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. In dem Grundzentrum leben 4.339, in der Verbandsgemeinde 16.858 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 2015). Die Verbandsgemeinde will die Stadt Rennerod als Versorgungszentrum stärken und dort eine attraktive Stadtmitte schaffen. Von 2010 bis 2013 wurden im Rahmen des Programms "Kleinere Städte und Gemeinden" Maßnahmen zur Neugestaltung und Stabilisierung des Stadtkerns von Rennerod gefördert.

Im Mittelpunkt stand die Umgestaltung des Hubertusplatzes mit dem Neubau des Pfarrheims als neuem Zentrum sowohl für die Stadt als auch die Verbandsgemeinde. Zudem wurden im Rahmen der Maßnahme weitere öffentliche Räume neugestaltet und private Modernisierungsmaßnahmen im Stadtkern unterstützt.

Kontext

Als Grundzentrum ist die Stadt Rennerod als Versorgungsstandort für die Nachbargemeinden von besonderer Bedeutung. Dort konzentrieren sich die meisten Einrichtungen der Daseinsvorsorge für die Verbandsgemeinde, wie Kindertagesstätten, Schulen, Ärzte und Apotheken. Die Bevölkerungsentwicklung des Grundzentrums hat sich nach einem zunächst leicht negativen Trend zu Beginn der Programmumsetzung zuletzt wieder positiv entwickelt. Die Bundesstraße B 54 führt durch das Stadtzentrum Rennerod. Sie stellt eine Barriere und einen Bruch des städtebaulichen Gesamtbildes der Stadt dar. Um den Innenstadtbereich sowohl für Bewohnerinnen und Bewohner als auch für Besucherinnen und Besucher zu einer erlebbaren Ortsmitte zu entwickeln, war eine Neugestaltung erforderlich. Darüber hinaus hat die zentralörtliche Funktion Rennerods ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und eine größere Stellplatznachfrage zur Folge, dem insbesondere in den Versorgungsbereichen der Innenstadt Rennerods nur teilweise Rechnung getragen werden konnte.

Projektbeschreibung

Kernmaßnahme innerhalb der Gesamtmaßnahme war die Schaffung eines attraktiven Ortsmittelpunktes mit hoher Aufenthaltsqualität für die Stadt Rennerod. Bereits im Jahr 1995 begann die Vorbereitung zur Entwicklung des Hubertusplatzes zu einem für die Bevölkerung nutzbaren Stadtplatz. Nach dem Erwerb von Grundstücken durch die Kommune wurden darauf befindliche Gebäude abgerissen. Mit der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm bot sich die Möglichkeit, die Umgestaltung und Aufwertung des Platzes fortzuführen.

2013 wurde die Erstellung eines überörtlich integrierten Entwicklungskonzeptes abgeschlossen, welches alle Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft umfasst.

Zentraler Handlungsansatz ist die langfristige Sicherung und Stärkung der Daseinsvorsorge und der Versorgungsfunktion des Grundzentrums für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Rennerod sowie der verbandsangehörigen Ortsgemeinden. Dieser Handlungsansatz sollte durch die Schaffung einer attraktiven und stadträumlich erkennbaren Stadtmitte in Rennerod realisiert werden. Im Mittelpunkt steht die städtebauliche Neuordnung des Bereiches um die Hubertuskirche mit dem Bau eines neuen Pfarrheims auf dem Hubertusplatz sowie der Neuanlage und Gestaltung des öffentlichen Raumes mit Wasser-, Aufenthalts- und Spielflächen. Dadurch wurde nicht nur der Stadtraum attraktiver für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gäste der Stadt gestaltet, sondern auch eine neue zentrumsnahe Versammlungs- und Veranstaltungsfläche mit entsprechenden Räumlichkeiten geschaffen. Der Hubertusplatz und das Pfarrhaus wurden im Sommer 2012 feierlich eingeweiht. In diesem Zusammenhang wurden von 2010 bis 2015 auch die an den Hubertusplatz angrenzenden Straßen "Am Krautgarten", "Weiherstraße", "Zentgrafstraße" und "Kirchgasse" neu gestaltet und saniert.

Private Modernisierungsmaßnahme Private ModernisierungsmaßnahmePrivate Modernisierungsmaßnahme Quelle: Plan und Praxis, Berlin

Ergänzend dazu wurden im Umfeld des neu geschaffenen Stadtzentrums öffentliche und private Gebäude teilweise oder ganz modernisiert und instandgesetzt. Auf der Fläche des ehemaligen Pfarrhauses in der Nachbarschaft des neuen Hubertusplatzes entstand 2014 ein neuer Parkplatz im Zentrum der Stadt. Dieser dient zur Entlastung der Parkplatzsituation an der B54 sowie als Ersatz für die im Rahmen der Erweiterung des Gebäudes der Verwaltungsgemeinschaft und den Umbau des Hubertusplatzes weggefallenen Stellplätze.

Handlungsfelder 

  • Innenentwicklung
  • Integriertes Entwicklungskonzept
  • Infrastrukturanpassung
  • Daseinsvorsorge mit Schwerpunkt auf

    • Kultur / Freizeit
    • Nahversorgung
    • Mobilität
  • Öffentlicher Raum

Einzelmaßnahmen

  • Gestaltung des Hubertusplatzes
  • Neubau Pfarrheim auf dem Hubertusplatz
  • Umbau von Verkehrsflächen
  • Herstellung PKW-Parkplatz auf dem Gelände des alten Pfarrheims
  • Unterstützung privater Modernisierungsmaßnahmen

Finanzierung

  • Bund-Länder-Programm "Kleinere Städte und Gemeinden"

Projektumsetzung

Tabelle: Projektumsetzung
JahrUmsetzungsschritt
2010Aufnahme in das Programm
2012Abschluss der Neugestaltung des Hubertusplatzes
2013Fertigstellung des überörtlichen integrierten Entwicklungskonzeptes
2014Einrichtung einer PKW-Stellplatzanlage am Rathaus der Verbandsgemeinde Rennerod


Besonderheiten

Neubau Pfarrhaus Neubau PfarrhausNeubau Pfarrhaus Quelle: Plan und Praxis, Berlin

Das neue Pfarrhaus auf dem Hubertusplatz wurde in Kooperation mit dem Bistum Limburg errichtet. Es ist gleichzeitig Veranstaltungsort der Gemeinde und für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Neubau wurde im Rahmen eines studentischen Wettbewerbes entworfen.

Aufgrund der umfangreichen Neustrukturierung des Innenstadtbereiches in Rennerod nahm der Ankauf von Grundstücken sowie der Abriss und die Neuordnung (zum Beispiel Feuerwehrgerätehaus auf dem Hubertusplatz) großen Raum ein. Die Kommune hat mehrere Grundstücke aufgekauft und in öffentliche Bereiche umgewandelt, die die Stadt für alle Bewohnerinnen und Bewohner und Gäste attraktiver werden lassen.

Lernerfahrungen

Durch eine langfristig angelegte Stadtentwicklungspolitik und eine beharrliche Liegenschaftspolitik konnten die Ziele der Stadtentwicklung zur Neuordnung des Hubertusplatzes realisiert werden, was für eine Kleinstadt wie Rennerod eine erhebliche organisatorische, aber vor allem finanzielle Herausforderung darstellte.

Zusatzinformationen

Bundesland

Rheinland-Pfalz


Gemeinden

Verbandsgemeinde Rennerod, Stadt Rennerod


Programmbereich

Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke


Projektbeginn

2010 Aufnahme in das Programm


Volumen der Städtebaufördermittel

bewilligte Bundesmittel bis einschließlich 2013: 797.400 Euro
(Maßnahme seit 2014 ruhend)


Siedlungsstruktureller Typ

städtischer Kreis


Kontaktdaten

Verbandsgemeinde  Rennerod
Markus Schmiedl
Abteilungsleiter Bauabteilung
Hauptstraße 55
56477 Rennerod
Tel.: +49 (0)2664 5067-40
E-Mail: markus.schmiedl@rennerod.rlp.de


DSK Deutsche Stadt- und Grundstückentwicklungsgesellschaft mbH
Regionalbüro Mainz
Johannes Schneider
Hindenburgstraße 32
55118 Mainz
Tel.: +49 (0)6131 9611832
E-Mail: johannes.schneider@dsk-gmbh.de


Link / weitere Informationen

Internetauftritt der Verbandsgemeinde Rennerod

Stand

August 2018

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