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Bad Karlshafen | Stadtkern barocke Planstadt und angrenzende Bereiche

Maßnahmenschwerpunkte: Wiederherstellung und Nutzbarmachung des historischen Hafenbeckens | Aufwertung des öffentlichen Raums | Modernisierung und Instandsetzung des historischen Gebäudebestandes

Zusammenfassung

Als nördlichste Stadt des Bundeslandes Hessen befindet sich Bad Karlshafen (2.215 Einwohner; Stand 2017) im Dreiländereck zwischen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Gelegen im Weserbergland – zwischen den Höhenzügen von Solling und Reinhardswald – liegt der historische Stadtkern direkt an der Einmündung der Diemel in die Weser. Gegründet 1699 durch den Landgraf Karl zu Hessen um dort protestantische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich – Hugenotten – anzusiedeln, zeichnet sich die bis heute erhaltene barocke Stadtanlage Bad Karlshafens durch ihre Typenbebauung und dem von weißen Reihenhäusern gekennzeichneten Straßenbild aus. Geprägt durch einen symmetrischen, orthogonalen Stadtgrundriss ist die um den Stapelhafen als wirtschaftlichem Zentrum entworfene absolutistische Planstadt in ihrer Einzigartigkeit als Denkmalensemble national bedeutsam und bis heute von ihrer Entstehungsgeschichte geprägt. Bis in das 19. Jahrhundert behielt die Stadt ihre Funktion als Hafen- und Handelsstadt bei, verlor mit der Schließung der Schleuse um 1930 jedoch endgültig ihren Hafen als wesentliches Element der barocken Stadtanlage. Im Rahmen der hessischen Gebietsreform erfolgte 1972 der Zusammenschluss des Sole-Heilbads Bad Karlshafen mit dem Luftkurort Helmarshausen zur Stadt Bad Karlshafen. Erstmals 944 urkundlich erwähnt, ist die Altstadt Helmarshausens insbesondere durch den reichen Bestand an Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert gekennzeichnet. Die 1220 erbaute und heute noch in Teilen erhaltenen Krukenburg überragt den Stadtkern. Aufgrund dieser städtebaulich bedeutsamen Stadtstrukturen in Kombination mit Ausflugszielen wie dem Weser-Skywalk, Wasserwandergebieten und der Weser-Therme ist Bad Karlshafen insbesondere in den Sommermonaten Anziehungspunkt für Besucher.

Bereits von 1986 bis 1998 wurden im Rahmen des Förderprogramms "Einfache Stadterneuerung" umfangreiche Sanierungsarbeiten an Einzelgebäuden des barocken Stadtkerns vorgenommen. Im Jahr 2014 erfolgte mit dem Beschluss des Erhaltungsgebiets und des teilräumlichen integrierten Handlungskonzepts die Aufnahme der barocken Planstadt und ihrer angrenzenden Bereiche in das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz. Mit dieser Förderung strebt die Stadt Bad Karlshafen nun die funktionale und wirtschaftliche Stärkung und Stabilisierung der denkmalpflegerisch wertvollen Stadtanlage um den historischen Hafen an. 2016 wurde der Ortskern von Helmarshausen in das Programmgebiet aufgenommen – mit seinen mittelalterlich gewachsenen Stadtstrukturen und der charakteristischen Fachwerkbebauung ergänzt damit ein bauhistorisch mittelalterliches städtebauliches Ensemble das Programmgebiet in Bad Karlshafen. Zugleich stehen beide Standorte ähnlich ausgeprägten Herausforderungen gegenüber, die mit der zunehmenden Überalterung und der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung einhergehen.

Kontext

Das rund 17,8 ha-Hektar große Fördergebiet, das am 15. Dezember 2014 mit dem förmlichen Beschluss des Erhaltungsgebiets festgelegt wurde, umfasst die als Sachgesamtheit gemäß HDschG-Hessisches Denkmalschutzgesetz unter Denkmalschutz stehenden Anlage der barocken Planstadt mit historischem Hafenbecken sowie den angrenzenden Bereich der Weserpromenade mit Kursaal. Die breiten Straßenzüge der parallel verlaufenden Carl- und Friedrichstraße gliedern die beiden Mittelkarrees nördlich und südlich des historischen Hafenbeckens, die im Blockinnenbereich durch heterogene Teilbebauung geprägt sind. Kennzeichnend ist die über eine Typenbebauung geschaffene einheitliche, geschlossene Straßenrandbebauung mit ihren zweigeschossigen, traufständigen Reihenhäusern. Durchbrochen wird der Rhythmus des einheitlichen Fassadenbildes durch Sonderbauten in Zeilenmitte oder an Ecklagen, die unabhängig der Typenbildung gestaltet sind.

Im Jahr 2016 wurde das Fördergebiet durch den Ortsteil Helmarshausen (1.421 Einwohner; Stand 2017) erweitert, der durch seinen umfangreichen Bestand an historischen Gebäuden und Fachwerkbauten aus dem 16. und 18. Jahrhundert geprägt ist. Das 19 ha große Gebiet umfasst die an die Diemel grenzende Kernstadt sowie die in Teilen erhaltene Krukenburg, das ehemalige Benediktinerkloster und das von 1872 bis 1874 errichtete Schloss, die heute ungenutzte Kreisklinik. Stadtbildprägend sind außerdem das im Historismus des 19. Jahrhunderts erbaute Rathaus in der Ortsmitte sowie Reste der Stadtmauer und ein Wehrturm am Ufer der Diemel.

Handlungsstrategie

Im Rahmen der Fördermaßnahme stehen – nach der Konzentration auf den Erhalt von Einzelgebäuden während der Förderperiode im Landesprogramm "Einfache Stadterneuerung" von 1986 bis 1998 – nun die langfristige Sicherung und Bewahrung der barocken Stadtanlage über die funktionale Stärkung und Stabilisierung des historischen Stadtkerns als touristischem Anziehungspunkt sowie Wohn- und Arbeitsstandort im Vordergrund. Kern der weiteren Stadtentwicklung ist daher die funktionale Wiederherstellung und Nutzbarmachung des historischen Hafenbeckens als Zentrum der Planstadt. Über eine Schleuse wird die ursprüngliche Verbindung zwischen Diemel und Weser wiederbelebt und das Stadtzentrum in seiner historischen Ausprägung wiedergewonnen. Zudem soll der angrenzende Hafenplatz mit seinen abzweigenden Straßen im Zuge der Hafenöffnung in Anlehnung an die barocke Formensprache aufgewertet und angesichts des demografischen Wandels und der touristischen Funktion des Platzes unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit erneuert werden. Überdies soll der Verkehr auf der Bundesstraße umwelt- und umfeldverträglicher gestaltet werden, um die Aufenthaltsqualität im zentralen Innenstadtbereich zu erhöhen. Dazu wird im Zuge der Hafenöffnung eine Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt als auch die Einbringung von Mischverkehrsflächen angestrebt. Mit dieser Attraktivitätssteigerung der Straßenräume und Wegeverbindungen soll die städtebauliche Konzeption wieder sicht- und erlebbar werden, um den historischen Stadtkern als Wohn- und Arbeitsstandort sowie als touristische Destination zu stärken.

Übergeordnetes Ziel der Gesamtmaßnahme ist, über die Sanierung der Hafenanlage und die Schiffbarmachung des Hafenbeckens hinaus, die dauerhafte Sicherung und Stärkung der Funktionalität der barocken Planstadt als Zentrum Bad Karlshafens.

Mit der Aufnahme des historischen Ortskerns Helmarshausen steht die Stadt nun vor der Aufgabe, beide Standorte mit ihren jeweiligen städtebaulichen Charakteristika in der künftigen Stadtentwicklung miteinander zu verknüpfen.

Der mittelalterlich, gewachsene Ortskern des bereits um 900 gegründeten Helmarshausens steht dabei der absolutistischen Planstadt in Bad Karlshafen gegenüber. Durch die Modernisierung der historischen Bausubstanz und die Herausarbeitung der touristischen Qualitäten Bad Karlshafens und Helmarshausen soll eine nachhaltige Entwicklung der beiden Stadtteile ermöglicht werden. Besonderes Augenmerk liegt in Helmarshausen auf der Entwicklung des Klosters zu einem Standort für Kunst und Kultur, die Umnutzung der Zehntscheune sowie die Aufwertung des öffentlichen Raums.

Handlungsfelder            

  • Öffnung der ehemaligen Schleusensituation und Belebung des historischen Hafenbeckens
  • Sicherung der absolutistisch-barocken Stadtanlage
  • Erhalt, Bewahrung und Nutzung der historischen Bausubstanz und der denkmalpflegerisch und städtebaulich prägenden Stadtstruktur
  • Modernisierung und Instandsetzung der Gebäude, verbunden mit der Entwicklung zeitgemäßer Grundrisse und der Schaffung barrierefreien Wohnraums
  • Um- und Neugestaltung der Wege und Plätze unter Berücksichtigung der Anforderung an die Barrierefreiheit
  • Reduzierung vorhandener Verkehrsbelastungen und Umstrukturierung des ruhenden Verkehrs
  • Reduzierung des Gebäudeleerstands

Einzelmaßnahmen

Wichtige Einzelmaßnahmen sind:

  • Wiederherstellung und Nutzbarmachung des historischen Hafenbeckens
  • Erhalt, Instandsetzung und Modernisierung der barocken Planstadt
  • Aufwertung des öffentlichen Raums
  • Reduzierung des Gebäudeleerstands durch Modernisierung und Aufwertung
  • Öffnung des historischen Hafenbeckens
    Mit der Schließung des Hafenbeckens im Zentrum von Bad Karlshafen in den 1960er Jahren fiel das wesentliche Element der barocken Stadtplanung aus der Nutzung. Lange Jahre lag das Hafenbecken brach und kennzeichnete das Zentrum Bad Karlshafens als ungeordnete Grünfläche. Mit dem integrierten Handlungskonzept wurden die Öffnung der Schleuse und die Wiederschiffbarmachung des innerstädtischen Hafenbeckens als zentrale Schlüsselmaßnahmen in das Zentrum der Programmumsetzung gerückt.

    Hafenbaustelle mit historischer Platzrandbebauung Blick auf die Hafenbaustelle mit historischer PlatzrandbebauungBlick auf die Hafenbaustelle mit historischer Platzrandbebauung Quelle: Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz

    Im Sommer 2017 wurden die Bauarbeiten für die Öffnung des historischen Hafenbeckens in Bad Karlshafen begonnen. In Vorbereitung der Öffnung des historischen Hafenbeckens wurde im Frühjahr 2016 ein Bürgerentscheid durchgeführt, der mit einem knappen Ergebnis für die Öffnung des Hafenbeckens entschied. Informationsveranstaltungen zur Machbarkeit der Revitalisierung des Hafens begleiteten den Entscheidungsprozess. Um finanzielle Verluste der angrenzenden Geschäfte zu verhindern und die Verträglichkeit der Bauarbeiten für Anwohner und Besucher zu erhöhen, startete mit Beginn der Arbeiten im Sommer 2017 ein Baustellenerlebnisprogramm. Bis zur Fertigstellung der Maßnahme im Jahr 2019 wird dieses Programm aus kulturellen Angeboten, Führungen, Gastronomie und Veranstaltungen die Bauarbeiten als zentrales Instrument der Öffentlichkeitsarbeit an den Wochenenden begleiten.
  • Aufwertung des öffentlichen Raums
    Durch die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten wurde bereits ein Teil der Hafen- und Kanalmauern saniert und damit die Maßnahme zur Aufwertung des öffentlichen Raumes vorbereitet – die vorläufige Neugestaltung des Hafenplatzes wurde ebenfalls abgeschlossen. Die Maßnahmen umfassten die Neugestaltung der Freifläche vor dem Rathaus durch den Austausch des Bodenbelags. Die weitere Umgestaltung ist im Nachgang der Hafenöffnung angedacht. Die Sanierung der Hafenmauer durch die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten soll fortgeführt werden. Erste vorbereitende Maßnahmen – Vermessungsleistungen und Untersuchungen des Baugrunds – sind ebenfalls abgeschlossen. Die Aufwertung des öffentlichen Raums insbesondere des Hafenumfelds wird im Nachgang des Schleusenbaus schwerpunktmäßig umgesetzt werden – die hierzu gehörenden Maßnahmen werden auf ein Gesamtvolumen von etwa 3 Millionen Euro geschätzt.
  • Private Modernisierungsmaßnahmen
    Die Modernisierung und Instandsetzung der historisch und baukulturell erhaltenswerten Gebäudesubstanz ist ein wesentlicher Baustein des Städtebauförderungsprogramms Städtebaulicher Denkmalschutz. Insbesondere die nicht zeitgemäßen Grundrisse der historischen Gebäude sowie die örtlichen Eigentümerstrukturen wirkten sich bisher hemmend auf den Erhalt der bauhistorischen Substanz aus. So ist die Eigentümerstruktur durch die zunehmende Alterung zum einen durch ältere, oft allein lebende Menschen gekennzeichnet – die finanziellen Kosten der Sanierung sind durch sie nur bedingt zu tragen. Zum anderen wohnt ein Teil der Eigentümer nicht mehr im Ort – trotz Bezug zur Stadt und zum baulichen Erbe der Stadt ist die Investitionsbereitschaft hier eher gering. Deshalb ist die persönliche Beratung der Eigentümer durch den Sanierungsträger zu Fördermöglichkeiten und Anforderungen der Denkmalpflege besonders wichtig. Das Quartiersmanagement der Hessen Agentur GmbH bietet einmal pro Woche in Begleitung der Modernisierung und Instandsetzung des historischen Gebäudebestands eine Beratung zu Fördermöglichkeiten der privaten Eigentümer in Bad Karlshafen und Helmarshausen an, die gut angenommen wird. So befanden sich im Jahr 2016 rund ein Dutzend private Modernisierungsvorhaben in der Vorbereitung – im Jahr 2018 befinden sich bereits 34 Maßnahmen in der Umsetzung bzw. sind zum Teil bereits umgesetzt worden.

Finanzierung

Für die Finanzierung der Bau- und Baunebenkosten zur Öffnung des Hafens über die Reaktivierung der Schleuse werden die Fördermittel aus dem Programm Nationale Projekte des Städtebaus sowie des Städtebauförderungsprogramms Städtebaulicher Denkmalschutz gebündelt.

Meilensteine der Gebietsentwicklung

Tabelle: Meilensteine der Gebietsentwicklung
JahrUmsetzungsschritt
12/1986Förmliche Festlegung des Fördergebiets im Landesprogramm "Einfache Stadterneuerung" für den Stadtteil Karlshafen
1998Abschluss der Fördermaßnahme "Einfache Stadtentwicklung" und Aufhebung des Fördergebiets
2010-2011Erarbeitung des Stadtmarketingkonzepts unter der Beteiligung der Öffentlichkeit
12/2014Förmliche Festlegung der Erhaltungssatzung der Stadt Bad Karlshafen für die barocke Altstadt Bad Karlshafen nach §172 Bau GB und Beschluss des Teilräumlichen integrierten Handlungskonzepts Bad Karlshafen
2016Erweiterung des Fördergebiets um die historische Kernstadt Helmarshausens
02/2016Bürgerentscheid über die Wiederanbindung des historischen Hafens an die Weser
07/2017Symbolischer Erster Spatenstich für das Projekt Wiederanbindung des historischen Hafens an die Weser
11/2018Testflutung des historischen Hafenbeckens zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit der neuen Schleusenanlage
12/2018Fertigstellung des Schleusenbaus und Öffnung des Hafenbeckes

Besonderheiten

Die Gesamtmaßnahme umfasst zwei räumlich voneinander unabhängige Programmgebiete in zwei Ortskernen. Die symmetrische Stadtanlage der barocken Planstadt mit dem zentral gelegenen Hafen als Herz der einst als Hafenstadt geplanten Stadt macht Bad Karlshafen einzigartig und insgesamt als Denkmalensemble von nationaler Bedeutung besonders erhaltenswert. Der Ortskern von Helmarshausen ergänzt mit seinen mittelalterlich gewachsenen Stadtstrukturen und der charakteristischen Fachwerkbebauung als bauhistorisch mittelalterliches Ensemble das Programmgebiet in Bad Karlshafen.

Baustellensituation an einem historischen Gebäude Baustellensituation an einem historischen GebäudeBaustellensituation an einem historischen Gebäude Quelle: Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz












Lernerfahrungen

Im Rahmen der Stadtsanierung gibt es eine enge Kooperation und einen regelmäßigen Austausch zwischen den Mitarbeitern der Stadtentwicklung in der Stadtverwaltung Bad Karlshafens, des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Kassel und des zuständigen Sanierungsträgers, der Hessen Agentur GmbH. Mithilfe des engagierten Quartiersmanagements der Hessen Agentur und dessen gut nachgefragtem Beratungsprogramm zu Fördermöglichkeiten konnten von 50 Sanierungsanfragen beziehungsweise bestehenden Kontakten zu Eigentümern in 2018 bisher 23 Sanierungsverträge abgeschlossen werden.

Das Gebiet heute

Gelegen im Weserbergland ist für die heutige Kurstadt Bad Karlshafen und den Luftkurort Helmarshausen über den funktionierenden Gesundheitstourismus hinaus die Schärfung ihres touristischen Profils im Hinblick auf ihre baukulturelle und religionsgeschichtliche Bedeutung eines der Hauptziele der Gesamtmaßnahme. Um die historisch-barocke Stadtanlage zu erhalten, sind Sicherungs- und Erneuerungsmaßnahmen kontinuierlich vorzunehmen. Neben den zu sanierenden Hafen- und Kanalmauern stellt die Struktur der Reihenhausbebauung in Bad Karlshafen die Bewohner vor die Herausforderung, die charakteristischen Grundrissstrukturen sinnvoll und zukunftsorientiert zu nutzen. Die Beratung und persönliche Ansprache der Eigentümer durch den Sanierungsträger zu Förderungsmöglichkeiten und Anforderungen der Denkmalpflege ist daher essenziell und erfolgt umsichtig und bisher mit großem Erfolg. Die Stärkung des bürgerschaftlichen Bewusstseins für die baukulturellen Werte beider Programmstandorte ist auch weiterhin entscheidend.
Die Öffnung der Schleuse und die Wiederschiffbarmachung des innerstädtischen Hafenbeckens gelten als zentrale Schlüsselmaßnahmen im Zuge der Programmumsetzung. Sie sollen als Initialzündung für die weitere Stadtentwicklung eine touristische und funktionale Stärkung beider Programmstandorte zur Folge haben – neben privaten Sanierungsmaßnahmen wird auch ein Rückgang des Ladenleerstands erwartet. Erste Schritte zur Revitalisierung der ungenutzten Ladenflächen wurden mit einem erfolgreich ausgelobten Existenzgründerwettbewerb im Jahr 2018 gemacht. Bis zum 31. Dezember 2018 soll der Schleusenbau abgeschlossen sein – als erster "Vorgeschmack" wurde am 7. November 2018 mit einer Probeflutung des Hafenbeckens begonnen.

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