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Halberstadt | Altstadt

Maßnahmenschwerpunkte: Modernisierung und Instandsetzung von Schlüsselprojekten | Aufwertung des öffentlichen Raums | denkmalgerechte Sanierung des Burchardiklosters

Zusammenfassung

Bekannt als "Tor zum Harz" ist die Entwicklung von Halberstadt (Einwohner: 40.440; Stand 2014) seit Einrichtung des Bistums durch Karl den Großen im Jahr 804 durch ihre Bedeutung als Bischofssitz geprägt. Die mittelalterliche Innenstadt war das Handelszentrum der Bistumsstadt, in der sich die historischen Handelswege in Nord-Süd-Richtung von Leipzig zur Küste und in Ost-West-Richtung von Magdeburg nach Köln kreuzten. Auch heute übernimmt Halberstadt für die umgebende Region die wesentlichen zentralörtlichen Versorgungsfunktionen.

Straßenzug in der historischen Altstadt Straßenzug in der historischen AltstadtStraßenzug in der historischen Altstadt Quelle: Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz

Das Gesicht der Stadt wird neben dem umfassenden Bestand an historischen Fachwerkbauten durch die Dachlandschaft geprägt, die gemeinsam mit den verschiedenen Kirchtürmen die Stadtsilhouette kennzeichnet. Trotz mehrerer Zerstörungen im Verlauf ihrer Geschichte ist die mittelalterliche Stadtstruktur noch heute in Halberstadt erhalten. Verschiedene Bauten der Romanik und Gotik, wie der Dom, die Martinikirche, das Burchardikloster und die Liebfrauenkirche, kennzeichnen noch heute das Stadtbild.

Im April 1945 wurden 82 Prozent der historischen Gebäude in der Halberstädter Innenstadt zerstört. In den 1950er Jahren wurden zwar unter anderem die Martinitürme und die historische Dompropstei wiederaufgebaut – ein Großteil der verbliebenen Fachwerkgebäude wurde jedoch abgebrochen und der Fokus zunächst auf den Wohnungsneubau in Plattenbauweise gerichtet. Mit der politischen Wende in den 1990er Jahren erfolgte die Konzentration auf den Erhalt der rund 447 Bauten umfassenden historischen Gebäudesubstanz. 1990 wurde Halberstadt zudem in das Modellstadtprogramm zur Stadtsanierung aufgenommen, mit dessen Hilfe die mittelalterliche Bausubstanz der Altstadt gesichert werden konnte. Ende November 1991 wurde das Sanierungsgebiet "Halberstadt Innenstadt" und im darauffolgenden Jahr die Erhaltungs- sowie die Sanierungssatzung förmlich festgelegt. Seit 1996 befindet sich die nordwestlich des Stadtzentrums gelegene mittelalterliche Kernstadt mit Domplatz, Dom und Liebfrauenkirche im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz. Die Eröffnung des neugestalteten Stadtzentrums im Jahr 1998 leistete einen wesentlichen Beitrag zur Revitalisierung und Wiedergewinnung der einstigen Stadtmitte.

Kontext

Im Westen des Landes Sachsen-Anhalt, zentral im Dreieck zwischen Magdeburg, Halle und Braunschweig, liegt die Stadt Halberstadt im nördlichen Harzvorland zwischen den Höhenzügen des Huy und den Halberstädter Bergen. Die Holtemme durchfließt das Programmgebiet von West nach Ost, entlang des Poetengangs. Dieser Bereich bildet die größte Grünfläche im Fördergebiet. Zentraler Freiraum und Stadtplatz in der historischen Altstadt Halberstadts ist der unter Denkmalschutz stehende Domplatz.

Das rund 50 ha große Gebiet der Gesamtmaßnahme "Altstadt" umfasst die mittelalterliche Kernstadt nordwestlich des Stadtzentrums mit Domplatz, Dom und Liebfrauenkirche. Die Altstadt von Halberstadt ist als Denkmalbereich gemäß dem Denkmalschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalts unter Schutz gestellt und durch mehrfach abgewinkelte Straßen mit kleinteiliger, vorwiegend zwei- bis dreigeschossiger Bebauung in Fachwerkbauweise geprägt. Begrenzt wird das Gebiet im Süden von der Schmiedestraße, Westendorf, Plantage und Holzmarkt. Hier schließt die Gebietsumgrenzung die St. Martinikirche mit der angrenzenden "Mittelstandszeile" und dem Rathaus ein. Im Westen wird das Fördergebiet von der Straße Unter der Tanne, Promenade und der Straße Am Johanniskloster umfasst. Im Osten führt die Gebietsumgrenzung entlang des Lichtengrabens, des Johannesbrunnens, der Taubenstraße sowie der Gröper- und Hospitalstraße. Im Norden schließt das Fördergebiet den von Fachwerkgebäuden geprägten nördlichen Bereich der Gröperstraße und das Gebäude des Cecilienstifts in der Hospitalstraße ein. Dem Verlauf der Holtemme nördlich folgend umfasst das Gebiet zudem den Bereich des ehemaligen Burchardiklosters bis zum Küchengarten und Teilbereiche der einstigen Stadtbefestigung.

Für die größte Stadt des Landkreises Harz mit ihrem bedeutenden baukulturellen Erbe ist der Tourismus ein entscheidender Wirtschaftsfaktor in Halberstadt. Die am Domplatz gelegenen touristischen Anziehungspunkte von Dom, Domschatz, Liebfrauenkirche, die Martinikirche im Stadtzentrum sowie die Museen von zum Teil überregionaler Bedeutung prägen die Altstadt als kulturelles Zentrum Halberstadts. Die Lage im Harzvorland bietet außerdem Anschluss an das überregionale Radwegenetz und somit vielfältige Möglichkeiten für den Aktiv- und Naturtourismus.

Handlungsstrategie

Im Zuge der Gesamtmaßnahme sind die Sicherung der wertvollen Bausubstanz sowie der dauerhafte Erhalt des historischen Stadtbildes zentrale Ziele der Programmumsetzung. Im Mittelpunkt stehen der Erhalt, die Sicherung und Stärkung der Altstadt als Wohn-, Dienstleistungs- und Verwaltungsstandort sowie als identitätsprägendes Zentrum Halberstadts. Die Sanierung, Modernisierung und Instandsetzung der Wohngebäude trägt wesentlich zur Stärkung der Wohnfunktion in der Altstadt bei.

Neben dem fortlaufenden Erhalt des historischen Gebäudebestands liegt der Fokus auf der Revitalisierung von leergefallenen Gebäuden und Brachflächen sowie auf der Aufwertung bestehender Straßen- und Grünräume und der Begrünung öffentlicher Freiflächen. Als prägender Bestandteil des öffentlichen Raums und des Wohnumfelds ist bei ausbleibender Bebauung der Brachflächen eine Bepflanzung vorgesehen. Hier, wie auch in den Blockinnenbereichen, sollen klimatische Ausgleichsflächen entwickelt werden. Temporäre Gestaltungen als Grünräume, als Flächen für den ruhenden Verkehr oder auch temporäre Bespielungen der Flächen sind angedacht. Dabei gilt es, alle Maßnahmen stets unter Rücksicht auf die Denkmalverträglichkeit umzusetzen.

Darüber hinaus werden für eine dauerhafte Belebung der Innenstadt und die Stärkung ihrer Zentrumsfunktionen auch die Sicherung und Stärkung des Gewerbes, des Einzelhandels und des Tourismus in der Altstadt angestrebt. Durch Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs und des Rad- und Fußverkehrs soll der motorisierte Individual- und Parksuchverkehr in der Altstadt reduziert und die fußläufige Erschließung des historischen Zentrums für Bewohner und Touristen Halberstadts zusätzlich optimiert werden.
Neben der Förderung und Einbringung von sozialen Einrichtungen ist die Ergänzung des Wohnungsangebots und die Schaffung innovativer, kleinteiliger und generationsübergreifender Angebote und Wohnungsformen eine zentrale Handlungsanforderung, um die Verbindung der beiden Teilbereiche – Stadtzentrum und historische Kernstadt – gleichermaßen zu stärken.

Handlungsfelder            

  • Sicherung und Erhalt der mittelalterlichen Stadtstruktur und der wertvollen historischen Bausubstanz
  • Instandsetzung, Sanierung und Modernisierung bedeutender Solitärbauten
  • Um- und Neugestaltung des öffentlichen Raums, insbesondere der Verkehrswege unter Berücksichtigung der Anforderungen der Barrierefreiheit
  • behutsame, bestandsverträgliche Einbringung von Neubauten in die bestehende mittelalterliche Stadtstruktur unter Berücksichtigung einer integrierten, energetischen Stadtentwicklung
  • Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs
  • Stärkung der Verbindung zwischen Stadtzentrum und historischem Stadtkern

Einzelmaßnahmen (Auswahl)        

Wichtige Einzelmaßnahmen sind

  • die Modernisierung und Instandsetzung von Schlüsselgebäuden
  • die Aufwertung städtischer Grün- und Freiflächen und die Stärkung des öffentlichen Raums als Aufenthalts- und Freizeitraum,
  • die schrittweise, denkmalgerechte Sanierung des Burchardiklosters und die Entwicklung zum Veranstaltungsort sowie zum Standort unterschiedlicher Initiativen,
  • die Revitalisierung von Brachen (Projekt "Mein Haus in der Altstadt").

Modernisierung und Instandsetzung von Schlüsselgebäuden
Seit der Jahrtausendwende liegt der Fokus der Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in der Stadt auf ausgewählten Schlüsselprojekten. Als Eckgebäude bedeutend für die Straßenflucht und den mittelalterlichen Stadtgrundriss konnte mit dem Erhalt des Gebäudes Hühnerbrücke 4 ein stadtbildprägendes Fachwerkgebäude gesichert und zugleich ein Beitrag zum Erhalt der Stadtstruktur geleistet werden. In Kooperation mit dem Deutschen Fachwerkzentrum Quedlinburg und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurde das Gebäude seit 2010 als Modellprojekt für eine energetische, ressourcenschonende Sanierung instandgesetzt und umgebaut. Unter Anwendung natürlicher, bestandsorientierter Baumaterialien wie Lehm und Schweineborsten wurde der historische Fachwerkbau klimatisch hochwertig und denkmalgerecht saniert. So wurde etwa bei der Schwammsanierung auf eine thermische Behandlung zurückgegriffen, wodurch die historische Bausubstanz erhalten werden konnte. Teile der Büro- und Wohnräume stehen zur Vermietung bereit.

Tordurchfahrt und Torhaus des Burchardiklosters Tordurchfahrt und Torhaus des BurchardiklostersTordurchfahrt und Torhaus des Burchardiklosters Quelle: Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz














Eine weitere Sanierungsmaßnahme ist das Burchardikloster im Norden des Programmgebiets als Standort mehrerer Vereine sowie für Kunst, Kultur und Gewerbe. Verschiedene Teilbereiche des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters wurden seitens der AWZ gGmbH bereits in den vergangenen Jahren saniert, instandgesetzt und neu genutzt. Die Maßnahmen betrafen unter anderem die Tordurchfahrt, die mithilfe der Mittel des Städtebaulichen Denkmalschutzes saniert wurde und die Steinmetzwerkstatt nahe der Klosterkirche. Seit 2017 laufen die Planungen zur Sanierung und barrierefreien Ertüchtigung des Klosterhofes.

Aufwertung des öffentlichen Raums
Schwerpunkt der Programmumsetzung war in den Anfangsjahren neben dem Erhalt von Einzelgebäuden und der Unterstützung privater Maßnahmen auch die Sanierung und Aufwertung von Straßen, Wegen und Plätzen, unter anderem auch des Domplatzes, dessen Sanierung ausschließlich mit Mitteln des Städtebaulichen Denkmalschutzes erfolgte. Im Sommer 2017 wurden die Sanierungsarbeiten an der Dombergstützmauer, einem Teil der historischen Stadtbefestigung, begonnen.

Bürgergärten in der Judenstraße Bürgergärten in der JudenstraßeBürgergärten in der Judenstraße Quelle: Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz

Im ehemaligen Judenviertel wurden im Zuge der IBA 2010 zur Wiedernutzung der Brachflächen Bürgergärten angelegt, die nun an die Bürgerinnen und Bürger des angrenzenden Viertels verpachtet sind und als Gemeinschaftsgärten dauerhaft gepflegt werden. Durch deren Anlage werden neben dem bürgerschaftlichen Engagement und der Identifikation der Bürger mit ihrem Stadtquartier auch die Raumkanten des historischen Stadtgrundrisses mithilfe von natürlichen Zäunen und Bepflanzungen sichtbar gemacht.

Revitalisierung von Brachen
Mit dem Projekt "Mein Haus in der Altstadt" werden voll erschlossene, innerstädtische Brachen angeboten und auf diese Weise neue Bewohnerinnen und Bewohner für das individuelle Wohnen in der Altstadt gewonnen. Im Jahr 2014 wurde bereits ein Grundstück in der Straße "Unter der Tanne" von einer Familie mit einem Neubau reaktiviert. Die Raumkante des Stadtgrundrisses konnte an dieser Stelle mit dem modernen, aber umfeldverträglich gestalteten Einfamilienhaus wiederhergestellt werden. Die östliche Raumkante des Baufeldes Unter der Tanne wurde 2017 mit einem modernen Neubau gefasst. Auf den Parzellen befindet sich noch im Bestand das Fachwerkhaus Unter der Tanne 4, das im Frühjahr 2017 veräußert und dessen Sanierung im Dezember 2018 abgeschlossen wurde. Damit in unmittelbarem Zusammenhang stehend, wurde auch die noch verbliebene angrenzende und somit letzte zur Verfügung stehende Parzelle veräußert, deren Bebauung für 2019 geplant ist.

Finanzierung

Sonstige Programmkulissen

  • Modellstadtprogramm Stadtsanierung Städtebaulicher Denkmalschutz (1990-1994)
  • Stadtumbau Ost "Nordring-Innenstadt" (seit 2002)
  • Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen, Innenstadt Modellvorhaben Sanierungsgebiet, 1990-1994, 1995-2009, 2011 (ab 1990)
  • Europäischer Fond für regionale Entwicklung (EFRE)

Meilensteine der Gebietsentwicklung
Jahr/DatumUmsetzungsschritte
02/1990Aufnahme in das Modellstadtprogramm des Bundesbauministeriums
13.09.1990Stadtratsbeschluss zum Beginn Vorbereitender Untersuchungen in der Altstadt
27.11.1991Beschluss zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebiets "Halberstadt Innenstadt" (Sanierungssatzung)
03.07.1992Rechtskraft der Erhaltungssatzung gem. § 172 BauGB
24.09.1992Rechtskraft der Sanierungssatzung
06/1992-05/1996Städtebauliche Rahmenplanung
18.05.1994Auszeichnung im Bundeswettbewerb "Erhaltung historischer Stadträume – Standort Kultur und städtebaulicher Denkmalschutz"
1996Aufnahme in das Städtebauförderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz
1998Das neue Stadtzentrum sowie das Rathaus werden eröffnet.
27.06.2001Das etwa 15,7 ha große Gebiet "Breiter Weg" wird in das Sanierungsgebiet aufgenommen. Zugleich wird der 18 ha umfassende Bereich des (bebauten) Stadtzentrums aus der Sanierungssatzung entlassen.
2002Auszeichnung im Bundeswettbewerb "Leben in historischen Innenstädten und Ortskernen – Zukunft für urbane Zentren und Räume. Erhaltende Stadterneuerung, Städtebaulicher Denkmalschutz und Stadtgestaltung."
01.01.2006SALEG Sachsen-Anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft mbH wird neuer Sanierungstreuhänder der Stadt
04/2011Beschluss der Gebietserweiterung des Erhaltungsgebiets "Halberstadt – Altstadt" um 2,9 ha im Bereich der Sternstraße (Cecilienstift Halberstadt)
22.08.2014Inkrafttreten der Änderung der Satzung der Stadt Halberstadt zur Erhaltung baulicher Anlagen gemäß § 172 BauGB für die Innenstadt von Halberstadt
06/2017Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) Halberstadt 2025 für die Stadt Halberstadt


Besonderheiten

Ihre historischen Fachwerkgebäude, die durch Kirchtürme der Romanik und Gotik geprägte Dachlandschaft und der ablesbare mittelalterliche Stadtgrundriss zeichnen die Halberstädter Altstadt als charakteristischen historischen Stadtkern aus. Über den wertvollen Bestand an historischen Fachwerkgebäuden hinaus, wird die Struktur der Altstadt bis heute durch den Verlust von Bestandsgebäuden und damit von Brachflächen geprägt, die es im Rahmen der fortlaufenden Stadtsanierung neu zu nutzen und wieder zu schließen gilt.

Lernerfahrungen

Vor allem im Kontext der Altstadtentwicklung verfügt Halberstadt über ein ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement, welches durch Veranstaltungen, Gesprächsrunden, einen Stadtbildwettbewerb und gemeinsame Aktionen gepflegt wird und die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Wohnumfeld stärkt. Die Bürgergärten im einstigen Judenviertel, die weitgehende Akzeptanz und Zuspruch erfahren, sind ein treffendes Beispiel für die Wertschätzung des bürgerschaftlichen Engagements.

Das Gebiet heute

Gelegen im landschaftlich attraktiven Harzvorland und durch die gute Anbindung an das überregionale Radwegenetz ist Halberstadt vor allem in den Sommermonaten ein beliebtes Ziel für den Aktiv- und Naturtourismus. Da das Durchschnittsalter von derzeit über 45 Jahren perspektivisch weiter auf über 50 Jahre im Jahr 2030 steigen wird, sind die Bemühungen, die Altstadt als lebenswerten Wohn- und Arbeitsstandort zu konsolidieren, weiter zu verfolgen. Die Sanierung des öffentlichen Raums spielt dabei eine ebenso große Rolle wie die Sicherung und innovative Nutzung der historischen Bausubstanz, um eine sozial gemischte, generationsübergreifende Infrastruktur zu gewährleisten. Dabei wird die Bewahrung des historischen Erbes über die Pflege und Sanierung des Baubestands angestrebt. Von den insgesamt 383 Gebäuden in der historischen Altstadt sind bereits 80,9 Prozent saniert worden. Mit dem Erhalt von vom Verfall bedrohten, stadtstrukturell bedeutenden, großformatigen Bauten und der Realisierung von Pilotprojekten werden Impulse für die Investitionsbereitschaft privater Eigentümerinnen und Eigentümer gesetzt.

Die sichtbar gepflegten Bürgergärten in der Judenstraße, die durch das Kuratorium Stadtkultur e.V. begleiteten Altstadtgespräche und der Fassaden- und Stadtbildwettbewerb sind nur einige Beispiele für das Interesse der Bürgerinnen und Bürger und deren Engagement für den Erhalt und die Belebung der historischen Altstadt.

Zusatzinformationen

Bundesland

Sachsen-Anhalt


Gemeinde
Halberstadt


Programm
Städtebaulicher Denkmalschutz


Programmaufnahme
1996


Realisierungszeitraum (geplant)
bis 2020


Größe des Gebietes
51,3 ha


Volumen der Bundesfinanzhilfen
1996-2018: 6.656.221 €


Gebietstypus
Historischer Stadt- und Ortskern


Kontaktdaten
Stadtverwaltung Halberstadt
Stephanie Rudel
FB Bauen/ Ordnung
Team Stadterneuerung
Postfach 1537
38805 Halberstadt
Tel.: +49 3941 / 55 16 56
E-Mail: rudel@halberstadt.de


Stand

2018

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